Immer wieder fällt mir auf Zoomobjektiven für Spiegelreflexkameras der Schriftzug „Macro“ auf. Und daneben steht oft noch eine Verhältniszahl, meist 1 : 4 oder 1 : 5. Was bedeutet es?

Das griechische Wort „Makro“ (engl. Macro: lang, groß) steht in der Fotografie für: kleine Objekte groß abbilden. Die Verhältniszahl steht für den Abbildungsmaßstab. So ist bei 1 : 1 beispielsweise die Abbildung des Objekts auf dem Kamerafilm genauso groß wie das Objekt selbst. Eine Blüte mit einem Zentimeter Durchmesser hat dann auf dem Film ebenfalls einen Zentimeter.

Wird das Blümchen größer abgebildet, als es selber ist, wäre die erste Zahl größer als die zweite. Konkret: Ist das Abbild doppelt so groß, hätten wir den Maßstab 2 : 1.

Doch richtige Makroobjektive sind teuer. Günstigere Hilfsmittel für vergleichbar gute Bilder sind Nahlinsen, die als „Lupe“ vor das verwendete Objektiv montiert werden (Kosten unter 20 Euro, erhältlich in verschiedenen Stärken, je nach gewünschtem Maßstab). Mit Zwischenringen zwischen Kamera und Objektiv geht das auch, aber nur bei Spiegelreflexkameras. Und meist sind die Ringe ein wenig teurer als die Linsen. Da wird dann die Naheinstellgrenze des Objektivs verändert. Doch arbeiten normale Objektive bei sehr geringen Objektabständen nicht optimal. Da empfiehlt es sich, das Objektiv umzudrehen, also mit der Frontlinse Richtung Kamera zu knipsen. Die Fotos werden so besser. Passende „Umkehrringe“ gibt es im Fachhandel.

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