Zitrus­pressen im Test Manche Saft­pressen sind bequem, manche nerven

Zitrus­pressen im Test - Manche Saft­pressen sind bequem, manche nerven
Die Saft­pressen von Braun (links) und Severin (rechts) über­zeugten die Schweizer Tester. © Getty Images / Braun / Severin (M)

Das Schweizer Verbrauchermagazin Saldo prüfte zehn Zitrus­pressen. Von gut bis ärgerlich, von Braun über Smeg bis WMF, war alles dabei.

Orangen, Grapefruit, Zitronen, Limetten

Elektrische Zitrus­pressen versprechen ein bequemes Entsaften. Das Schweizer Verbrauchermagazin Saldo untersuchte zehn Pressen. Sie massakrierten damit Orangen und Grapefruits sowie Zitronen und Limetten. Dabei maßen sie die Saftmenge und stoppten die Zeit. Außerdem beur­teilten sie, wie gut sie Kerne zurück­hielten, ob sie Saft verspritzten und 250 Belastungs­zyklen aushielten.

Braun und Severin sind zu empfehlen

Von den guten Modellen sind in Deutsch­land die Braun Tribute Collection CJ 3000 und die Severin CP 3535 erhältlich, beide für etwa 20 Euro. Die Braun presst gut, vor allem Orangen und Zitronen, und punktet bei der Hand­habung. Sie braucht aber relativ lang, um ein Kilo Grapefruit auszudrü­cken. Die Severin presst noch ein Biss­chen besser, liegt bei Limetten und Grapefruits vor der Braun. Allerdings liegt sie dahinter bei der Hand­habung. Und sie ist wegen ihrer schmaleren, höheren Form nicht so stand­fest wie die Braun CJ 3 000.

Unzufrieden mit Tristar und WMF

Unzufrieden waren die Tester mit der Tristar CP-2262 (kostet zirka 20 Euro), weil sie beim Pressen so stark vibriert, dass der Saft daneben geht. Die WMF Stelio für etwa 40 Euro wiederum versagte im Dauer­test schon nach 26 Durch­gängen mit defekten Zahnrädern. Die Presse mit Motor von Smeg, die Smeg 50‘s Retro Style, glänzte mit Design im Stil der 50er Jahre. Allerdings kostet sie mehr als 130 Euro und setzte im Dauer­test wegen des Über­hitzungs­schutzes immer wieder aus und brauchte dann eine Abkühlungs­phase. Außerdem ist sie nicht gut beim Pressen von Orangen und Grapefruits. Das ergab dann nur ein „Genügend“ bei den Schweizern.

Käufer in der Schweiz hätten größere Auswahl

Wer in der Schweiz wohnt oder dort zum Einkaufen hinfährt, hat übrigens noch eine größere Auswahl an guten Modellen. Bei der Supermarkt­kette Migros gib es den knappen Testsieger Durabase Zitrus­presse, der wegen seiner besonders einfachen Bedienung die Ausguss­nase vorn hat. Bei Landi findet sich die Prima Vista Zitrus­presse und bei Coop City die Satrap Juicy XA. Sie kosten zwischen 22 und 25 Schweizer Franken, also etwa 21 bis 24 Euro.

Tipp: Wenn Sie die Früchte schälen, können Sie Orangen & Co auch mit einen Handmixer (Test von 2020) musen oder in eine Küchen­maschine (Test aus dem Jahr 2021) mit entsprechendem Zubehör werfen.

Mehr zum Thema

  • Raclette-Grills im Test Über­backen können alle, fünf grillen auch gut

    - Die Stiftung Warentest hat zwölf elektrische Raclettes mit Tisch­grill getestet, unter anderem von Rommels­bacher, Stöckli und Severin (Preise: 40 bis 380 Euro). Alle...

  • Fieber­thermo­meter im Test Testsieger ab 6 Euro

    - Ob Stab- oder Infrarot­mess­gerät: Die besten Fieber­thermo­meter im Test liefern zuver­lässige Ergeb­nisse. Für alle gilt: Auf die richtige Anwendung kommt es an.

  • Erdbeeren Wie sie früher reif werden

    - Endlich wieder Erdbeer­zeit! Schon jetzt reifen die ersten Früchte aus deutschem Anbau. Das Zauber­wort heißt Folientunnel. Er sorgt für frühere Ernte und höhere Erträge.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.