Zinssparen Meldung

Einige österreichische Banken bieten in Deutschland Top-Zinsen.

Teile der österreichischen Regierung wollen den Schutz für Sparer verschlechtern. Geht eine Bank Pleite, soll ein Kunde für seine Einlagen – zum Beispiel Sparbuch, Fest- oder Tagesgeld – nur noch bis zur Summe von 7 000 Euro voll abgesichert sein, so der Plan. Von einer angelegten Sparsumme zwischen 7 000 und 30 000 Euro ­bekäme ein Sparer dann nur 90 Prozent wieder, Geldbeträge über 30 000 Euro gingen ganz verloren.

Dieser Plan ist noch nicht Gesetz, weil die Regierungskoalition in dieser Sache noch im Streit liegt. Doch österreichische Experten gehen davon aus, dass die Einlagensicherung so oder ähnlich im Jahr 2005 oder 2006 geändert wird.

Damit würde sich auch der Schutz für die deutschen Sparer der österreichisch-türkischen Deniz- und Vakifbank verschlechtern. ­Beide Banken haben ihren Hauptsitz in Wien und Zweigstellen in Frankfurt am Main. Sie bieten derzeit attraktive Zinsen. Nach noch geltender österreichischer Rechtslage sind Spareinlagen bis 20 000 Euro in voller Höhe abgesichert.

Tipp: Kunden legen bei einer österreichischen Bank vorerst besser keine Geldbeträge über 7 000 Euro für längere Zeit fest an. Experten befürchten, dass die neuen Regeln zur Einlagensicherung auch für zuvor angelegte Spareinlagen gelten werden. Ein Sonderkündigungsrecht für Sparer ist bisher nicht erörtert worden.

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