Zinsniveau Meldung

Die Bundesbank errechnet die Umlaufrendite börsennotierter festverzinslicher Wertpapiere aus Anleihen, die im Inland zum Beispiel vom Bund, von Banken oder Unternehmen aufgelegt werden. Sie beträgt seit Januar 2003 weniger als 4 Prozent.

Die Zinsen sind auf einem neuen historischen Tiefstand, stellt der Bundesverband Deutscher Banken fest. Bundesschatzbriefe mit einer Laufzeit von 6 bis 7 Jahren bringen zum Beispiel nur noch 2,7 bzw. 3,0 Prozent (Stand 31. März).

Auch die börsennotierten Anleihen sind auf Talfahrt. Das Frankfurter Stimmungsbarometer – die Umlaufrendite festverzinslicher Wertpapiere inländischer Emittenten – steckt in der längsten Niedrigzinsphase seit Bestehen der Bundesrepublik.

Die Umlaufrendite liegt seit Dezember 1995 unter 6 Prozent und ist nun unter 4 Prozent gesunken (siehe Grafik). Die Bundesbank berechnet diesen Durchschnittswert aus den Renditen der Anleihen der öffentlichen Hand, der Bankschuldverschreibungen und Industrieobligationen mit unterschiedlichen Restlaufzeiten.

Tipp: Wenn Sie mit weiter sinkenden Zinsen rechnen, zurren Sie diese besser jetzt fest. Für Einmalanlagen ab 2  600 Euro gibt es mit einer Laufzeit von 2 Jahren jährlich bis zu 4,5 Prozent. Wollen Sie flüssig bleiben, parken Sie Ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto oder kurzfristig für 90 oder 180 Tage.

Aufpassen müssen Renditejäger bei Anleihen die mehr Zinsen bieten als Bundeswertpapiere – etwa Unternehmensanleihen. Ihre Sicherheit hängt von der Bonität der Firma ab. Sie sind meist nicht mit erstklassigen Staatsanleihen vergleichbar. Höhere Zinsen bedeuten dann höheres Risiko.

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