Zinsen Tages­geld, Fest­geld und Spar­briefe

Zinsen - Tages­geld, Fest­geld und Spar­briefe
Schlau kalkulieren. Die richtige Wahl fürs Spargeld lohnt sich auch bei nied­rigen Zinsen. © Getty Images / Virojt Changyencham

Die Stiftung Warentest bietet Zins­vergleiche – für Fest­geld, fürs Tages­geld, für ethisch-ökologische Angebote. Und sie hilft mit einem praktischen Sparziel-Rechner.

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So parken Sie Ihr Geld an der richtigen Stelle

Bei der „Bank um die Ecke“ gibt es meistens nicht bedeutend mehr als 0 Prozent Zinsen für die Geld­anlage in sichere Spar­produkte. Immer mehr Banken verlangen sogar Minuszinsen auf größere Guthaben. Sparer, die noch etwas für ihr Geld bekommen wollen, müssen sich an Online­konten bei meist ausländischen Banken gewöhnen. Das ist jedoch kein Problem: Ein Online­konto ist nicht weniger sicher als das Konto bei der Filial­bank. Es spricht also nichts dagegen, ein zusätzliches Konto zum Geld­parken zu eröffnen. Unsere ständig aktualisierten Vergleiche der Spar­angeboten von Kredit­instituten zeigen Ihnen, wo Sie noch Zinsen finden.

Die Zins­vergleiche auf test.de

In unseren Zins-Daten­banken können Sie bequem die besten Zins­konditionen für unterschiedliche Lauf­zeiten und Anla­gebeträge sortieren. Bei den Tages­geld­angeboten erfahren Sie zudem, welche Bank­häuser dauer­haft gute Zinsen bieten. Für länger­fristig angelegtes Spargeld gibt es für jede Lauf­zeit zwischen einem Monat und zehn Jahren eine Top-5-Rangliste. Die Daten­banken enthalten Konditionen von allen bundes­weiten Anbietern.

Vergleich Tages­geld.
Hier finden Sie die Zins­konditionen für unterschiedliche Anla­gebeträge von aktuell 60 ausgewählten Tages­geld­angeboten (Vergleich Tagesgeldkonten).
Vergleich Fest­geld und Spar­brief.
Diese Daten­bank enthält die Zins­konditionen für Lauf­zeiten zwischen einem Monat und zehn Jahren von 579 Fest­zins­angeboten (Vergleich Festgeld und Sparbriefe).
Vergleich ethisch-ökologische Zins­anlagen.
Hier finden Sie die Zins­konditionen von aktuell 66 Tages­geldern, Fest­geld­angeboten und Spar­briefen mit unterschiedlichen Lauf­zeiten. Alle Angebote haben einen ethisch-ökologischen Hintergrund (Vergleich ethisch-ökologische Zinsanlagen).
Nur die Besten.
In die Zins­vergleiche von Finanztest kommen derzeit nur Angebote von Banken aus EU-Ländern und Ländern des Europäischen Wirt­schafts­raumes (EWR), die von allen drei großen Rating­agenturen Bestnoten für ihre Wirtschaftskraft erhalten.

Zins­sparen ist immer noch sinn­voll

Bei den mauen Konditionen, fragen sich Sparer, warum sie über­haupt noch Geld bei Banken deponieren sollen. Verständlich, aber: Manchmal geht Sicherheit vor Rendite. Drei Fälle:

Notfall­reserve: Ein Tages­geld­konto für eine „Notfall­reserve“ ist immer sinn­voll. Wir empfehlen mindestens zwei bis drei Netto­gehälter auf so einem Konto zu parken. Das Geld liegt dort getrennt vom Giro­konto und ist trotzdem jeder­zeit verfügbar.

Kauf­wunsch: Auch ein fester Betrag, der in den nächsten Monaten oder Jahren gebraucht wird, etwa für den Kauf eines Autos oder einer Immobilie, sollte nicht in Anlagen mit deutlichen Kurs­schwankungen gesteckt werden. Fest­geld- oder Tages­geld­konto sind auch hier die passende Wahl. Für Aktienfonds empfehlen wir zehn Jahre Mindest­lauf­zeit, damit genug Zeit bleibt, Börsencrashs auszusitzen.

Sicher­heits­baustein: Beim lang­fristigen Vermögens­aufbau sind zwar Angebote mit hohen Rendite­chancen wie Aktienfonds empfehlens­wert. Ein Teil des Vermögens sollte aber so angelegt sein, dass der Wert wenig schwankt. Auch da eignet sich Tages- oder Fest­geld. Diesem Prinzip folgt unser Pantoffel-Portfolio. Es kombiniert Zins­anlagen und Aktienfonds. Je höher die eigene Risikoneigung ist, desto höher kann der Aktien­anteil sein. Es gibt dafür gute und güns­tige Aktien-ETF. Was es ausmachen kann, auch nur einen kleinen Prozent­satz von ihnen mit Tages- und Fest­geld zu mischen, haben wir in unserem Special Sparanlagen plus Aktien dargestellt.

Nur Angebote ohne Tricks in der Daten­bank

Die Tester prüfen alle Zins­angebote auf bedenk­liche Neben­bedingungen – und nehmen Angebote mit verbraucherunfreundlichen Bedingungen nicht in die Daten­bank auf. Dazu gehören zum Beispiel Lock­angebote mit kurzen Lauf­zeiten oder nied­rigen Anla­gebeträgen, Angebote mit Zusatz­kosten und so genannte Kombi-Produkte, bei denen üblicher­weise nur die Hälfte des Anla­gebetrages in eine kurz­fristige Zins­anlage fließt – und die andere Hälfte in Investmentfonds.

Die Einlagensicherung muss stimmen

Zudem kommen nur Zins­angebote von Instituten in den Produktfinder, bei denen eine ausreichende Einlagensicherung für den Pleitefall gewähr­leistet ist. So berück­sichtigen die Tester zum Beispiel nur Banken aus wirt­schafts­starken EU-Staaten, deren Einlagensicherung sich in Krisen bewährt hat oder nach den Erfahrungen der Vergangenheit für eine größere Krise gerüstet scheint. Eine Sicherung von 100 000 Euro Spargeld pro Kunde ist das Minimum. Sie können mithilfe unseres Einlagensicherungs-Rechners prüfen, wie und wo Ihr Geld im Fall einer Bankenpleite geschützt ist.

Stich­wort „Minuszinsen“

In der aktuellen Nied­rigzins­phase erheben tatsäch­lich immer mehr Banken Minuszinsen auf die Sparguthaben der Kunden. Aber: Konto­besitzer müssen keine Angst haben. Strafzinsen werden meist nur für hohe Guthaben erhoben. Immer mehr Banken und Sparkassen verlangen jedoch ab einem Guthaben von 100 000 Euro Strafzinsen von Neukunden. Sparer sollten das Geld dann auf mehrere Institute aufteilen. Es gibt weiterhin weit über 100 Kredit­institute, die keine Strafzinsen verlangen.

Angebote, die wir nicht empfehlen

Im Vergleich Fest­geld und Spar­briefe sowie im Vergleich Tages­geld finden Sie eine Tabelle mit Banken, die nicht alle Regeln für unseren Zins-Vergleich erfüllen („Nicht empfehlens­wert“). Darunter sind Anbieter aus Bulgarien, Kroatien und Malta, deren Produkte Anleger im Internet vor allem über Zins­platt­formen wie Check24, Welt­sparen oder Zinspilot abschließen können.

Rendite von Zins­anlagen

Sortiert sind die Angebote nach ihrer Rendite. Vereinfacht gesagt, ist die Rendite der Ertrag, den das einge­setzte Geld inner­halb einer bestimmten Zeit erwirt­schaftet. Verglichen wird dabei der Wert, den der Sparer einge­zahlt hat und der Wert, den der Sparer heraus­bekommt. Die Rendite wird bei test.de immer auf Jahres­basis berechnet und in Prozent angegeben. Wenn ein Sparer 1 000 Euro anlegt und nach einem Jahr 1 020 Euro zurück­bekommt, beträgt die Rendite 2 Prozent.

Unterschied Zinsen und Rendite

Bei fest­verzins­lichen Spar­produkten der Banken steht der Ertrag von Anfang an fest, und die jähr­liche Rendite entspricht meist dem vom Anbieter genannten nominalen Zins. Wenn die Zinsen mehr als einmal im Jahr gutgeschrieben werden, fällt die Rendite höher aus als der Nominalzins, weil die Zinsen dann im weiteren Verlauf mitverzinst werden.

Die Rendite fällt geringer aus als der genannte Zins, wenn bei mehr­jährigen Zins­anlagen die Zinsen nicht jähr­lich ausgezahlt oder gutgeschrieben und im Folge­jahr mitverzinst werden, sondern immer nur auf den ursprüng­lichen Anla­gebetrag berechnet und erst am Ende der Lauf­zeit gezahlt werden. Diese Produkte sind dann auch immer steuerlich endfäl­lig. Solche Angebote führt test.de daher nicht auf.

Rechner Spar­anlagen

Mit dem Spar-Rechner der Stiftung Warentest können Sie verschiedene Szenarien für Ihre Spar­anlagen berechnen. Zum Beispiel: Wie hoch muss Ihre monatliche Sparrate sein, um bei einer Rendite von 1 Prozent in 30 Jahren 100 000 Euro zu erreichen? Oder: Wie groß ist der Endbetrag, wenn Sie 30 000 Euro bei einer Rendite von 1,5 Prozent zehn Jahre anlegen?

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Sicher anlegen in Europa

Finanztest empfiehlt nur Tages- und Fest­geld­angebote von Banken und Ländern mit sehr guter Wirt­schafts­kraft. Sie sind grün markiert.

Zinsen - Tages­geld, Fest­geld und Spar­briefe
© Stiftung Warentest

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