Zinsen Meldung

Die Zinsen für Tages- und Festgelder steigen wieder. Nach insgesamt drei Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank gibts für Anleger nun Angebote mit drei oder sogar mehr Prozent Zinsen. Experten und Analysten gehen davon aus, dass die Zinsen in den kommenden Monaten noch weiter steigen und immer mehr Geldinstitute nachziehen und den Zinssatz anpassen. Um flexibel zu bleiben, sollten Sparer ihr Geld daher nicht länger als ein Jahr anlegen. Finanztest nennt derzeit besonders gute Konditionen für Tagesgeld sowie für Festgelder und sagt, worauf Anleger achten sollten, um ihr Geld optimal anzulegen.

Kurzfristig verfügbar

Viele Experten gehen davon aus, dass Zinsen in den kommenden Monaten weiter steigen werden. Dafür sorgen etwa der hohe Ölpreis, die weiter steigende Inflationsgefahr sowie die wachsende Geldmenge im Euro-Raum. Zinssenkungen sind dagegen unwahrscheinlich. Aus diesen Gründen sind täglich oder kurzfristig verfügbare Geldanlagen derzeit die beste Wahl für Zinssparer. Länger als ein Jahr sollten Sparer ihr Geld momentan auf keinen Fall anlegen. Damit bleiben sie flexibel: Falls die Zinsen weiter steigen, können Sparer auf besser verzinste Angebote umsteigen.

Tagesgeld

Wer mit dem nächsten Zinssprung schon recht bald rechnet, sollte sich für Tagesgeld entscheiden. Die Banken dürfen bei diesen Konten die Zinsen täglich ändern. Erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) den Zinssatz erneut, könnten sich die Zinssätze von Tagesgeldkonten schnell dem Trend anpassen. Die Auswahl für sehr gute Angebote ist aber noch dürftig: Derzeit gibts nur bei vier Banken drei Prozent Zinsen. Die meisten anderen Banken bieten nur den EZB-Referenzzinssatz von 2,75 Prozent oder weniger.

Festgeld

Bei Festgeldkonten ist der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum fest vereinbart. Allerdings sollten Anleger ihr Geld derzeit nicht länger als ein Jahr anlegen. Die Zinsen sind hier jedoch nicht viel höher als bei Tagesgeldkonten. Ausnahme Laufzeit ein Jahr: Spitzenreiter ist zur Zeit die Finansbank. Sie bietet stolze 3,8 Prozent pro Jahr.

Euro-Geldmarktfonds

Für Anleger mit einem Wertpapier- oder Fondsdepot sind Euro-Geldmarktfonds eine Alternative. Sie investieren in Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten bis zu einem Jahr oder in Anleihen mit einer variablen Verzinsung. Vorteil für Anleger: Sie können über ihr Geld aus dem Fonds täglich verfügen. Gute Fonds erwirtschaften in etwa Erträge auf dem Kurzfristzinsniveau. Anleger sollten aber darauf achten, dass die Verwaltungsgebühr des Fonds nicht mehr als 0,5 Prozent beträgt. Denn diese Gebühren machen den größten Teil der Kosten aus und das schmälert die Rendite. Ebenso sollten Anleger nach Möglichkeit einen Fonds wählen, für den sie keinen Ausgabeaufschlag oder zusätzliche Depotkosten bezahlen müssen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1014 Nutzer finden das hilfreich.