Zinsen Meldung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Damit hat der Leitzins wieder sein Rekordtief von 1 Prozent erreicht. Ob die Zinssenkung beim Sparer im Großen Stil ankommt, ist fraglich.

Leitzins wieder auf Rekordtief

Der EZB-Rat beschloss in Frankfurt am Main, den Leitzins von derzeit 1,25 Prozent auf 1 Prozent zu senken. Innerhalb von rund vier Wochen erreicht der Leitzins nun wieder sein Rekordtief, auf dem er bis zum März diesen Jahres stand. Mit der Zinssenkung will die EZB die von der Finanzkrise belastete Wirtschaft unterstützen. Denn durch die Senkung können sich Geschäftsbanken zu günstigeren Konditionen Geld bei der Zentralbank leihen. Dadurch dürften auch die Kredite für Unternehmen und Konsumenten billiger werden, was die Konjunktur ankurbeln soll.

November-Zinssenkung für Sparer kaum spürbar

Normalerweise beeinflusst der Leitzins der EZB auch die Sparzinsen für Anleger. Nach einer Zinssenkung der Zentralbank ziehen die Banken normalerweise mit. Die Entwicklung der kontinuierlich durch die Stiftung Warentest erhobenen Zinsen zeigt jedoch. Bei der Zinssenkung im November, bei der die EZB den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt hatte, haben nur wenige Banken die Zinsen gesenkt. Einige Banken haben sogar – entgegen dem Trend – die Zinsen erhöht.

Spitzenangebote mit einer vier vor dem Komma

Sparer, die ein Jahr fest anlegen wollen, erhalten zurzeit beim Spitzenreiter im Zinsdauertest der Stiftung Warentest 3,15 Prozent Zinsen pro Jahr. Für einen Anlagezeitraum von drei Jahren gibt es bei Spitzenangeboten aktuell bis zu 4 Prozent. Damit geht die Schere zwischen dem Leitzins und den Zins-Angeboten der Banken weiter auseinander. Ob die neuerliche Zinssenkung beim Sparer im großen Stil ankommt, ist fraglich. Aktuell haben die Banken Schwierigkeiten sich selbst Geld zu beschaffen, das sie als Kredite weitergeben können. Das Geld der Sparer ist deswegen bei den Banken beliebter denn je.

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