Zins­anlagen Special

Die Zinsen sind so nied­rig wie nie. Wenn Banken bei sicheren Geld­anlagen trotzdem mit tollen Zins­sätzen werben, ist Vorsicht geboten. Schnell werden die hohen Prozent­zahlen im Klein­gedruckten zurecht­gestutzt. Eigentlich einfache Anlageformen wie Tages­geld, Fest­geld und Sparpläne werden dadurch unnötig kompliziert. Für Sparer folgt später das böse Erwachen: Die Rendite der Geld­anlage ist weit von dem entfernt, was der erste Blick versprach. Um sicher durchs Zins­tief zu kommen, sollten Anleger die Fallen und Tricks der Banken kennen.

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Die Experten der Stiftung Warentest zeigen anhand aktueller Beispiele, mit welchen Tricks die Banken neue Kunden ködern und wie sie Zins­anlagen besser aussehen lassen, als sie tatsäch­lich sind.

Der Einstieg in den Testbe­richt

„Wenn ein Angebot allzu verlockend klingt, hat es oft einen Haken. Das gilt auch für Tages­geld, Fest­geld und Bank­sparpläne. Das sind einfache Anlageformen mit sicheren Zinsen und ohne Risiko. Sie sind auch für Sparer mit wenig Finanz­wissen geeignet. Selbst­erklärend sind die Produkte aber nicht mehr. Banken werfen die unterschiedlichsten Köder aus, um ihre Produkte an den Mann und die Frau zu bringen – nicht zuletzt, weil sich üppige Erträge derzeit kaum noch erzielen und werbe­wirk­sam ausschlachten lassen.

Nach der jüngsten Leitzins­senkung der Europäischen Zentral­bank auf 0,05 Prozent pendeln die Zinsen für Spar­anlagen, vor allem bei Sparkassen und Volks­banken, um die Null­linie. Andere Institute bieten – je nach Produkt – oft noch deutlich mehr. Vor einem Wechsel des Geld­hauses sollten Interes­senten aber akribisch das Klein­gedruckte in den Vertrags­bedingungen studieren. Nicht jedes Angebot hält, was es verspricht; vielfach liegen die realen Renditen der Lock­angebote deutlich unter den beworbenen Zins­sätzen. (...)“

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