Check­liste: Das sollten Sparer beachten

  • Rendite. Lassen Sie sich nicht von den Zins­sätzen in der Werbung blenden. Für Ihre Anlage zählt allein die Rendite über die gesamte Lauf­zeit. Sie gibt den Jahres­ertrag in Prozent an. Miss­verständ­nisse entstehen oft, wenn ein Zins­satz nur für einige Monate gilt oder sich auf einen Teil­betrag bezieht. Besonders vertrackt ist die Renditebe­rechnung bei Sparplänen, die eine Grund­verzinsung und Bonuszinsen kombinieren. Falls die Rendite weder aus dem Produkt­informations­blatt noch aus den Vertrags­unterlagen hervorgeht, fragen Sie Ihren Bank­berater danach.
  • Lauf­zeit. Über­legen Sie gut, wie lange Sie Ihr Geld anlegen wollen. Längere Anlage­zeiträume bringen meist etwas höhere Renditen, aber die Unterschiede zu Tages­geld sind zurzeit nicht spektakulär. Bedenken Sie stets, dass Sie ein indirektes Risiko eingehen, wenn Sie lange auf Ihr Geld verzichten. Sollten die Zinsen irgend­wann kräftig steigen, sind Sie mit Ihrer Anlage im Hintertreffen, da Sie nicht auf besser verzinste Angebote umsteigen können.
  • Kündigung. Über­prüfen Sie, ob Ihre Fest­zins­anlage auto­matisch ausläuft oder ob Sie diese extra kündigen müssen. Merken Sie sich den Kündigungs­termin im Kalender vor.
  • Verfügbarkeit. Bei mehr­jährigen Anlagen mit einem festen Zins kommen Sie normaler­weise nicht einmal an einen Teil Ihres Geldes vorzeitig heran. Wenn über­haupt, erlauben die Banken einen vorzeitigen Ausstieg nur gegen hohe Gebühren. Legen Sie deshalb nur so viel an, wie Sie auf jeden Fall über die ganze Lauf­zeit entbehren können. Eine Alternative sind Stufenzins­anlagen mit vorzeitiger Ausstiegs­möglich­keit.
  • Sicherung. Achten Sie auf die Höhe der Einlagensicherung Ihrer Bank und verteilen Sie Summen von mehr als 100 000 Euro gegebenenfalls auf Spar­anlagen bei mehreren Instituten.
  • Steuern. Stellen Sie vor Abschluss des Vertrags sicher, dass die Zins­zahlungen auch steuerlich in Ihr Anlage­konzept passen. Werden bei einer mehr­jährigen Anlage alle ange­sammelten Zinsen erst am Ende der Lauf­zeit steuerlich gutgeschrieben, kann das in diesem Jahr Ihren Frei­betrag sprengen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 46 Nutzer finden das hilfreich.