Die Bundesregierung hat ein Gesetz zur Neuregelung der Zinsbesteuerung und zur Förderung der Steuerehrlichkeit entworfen. Sie will ab 1. Januar 2004 eine Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf Kapitalerträge (plus Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) einführen. Falls die Zinsabgeltungssteuer Gesetz würde, zahlen die Anleger mit einem persönlichen Grenzsteuersatz von über 25 Prozent künftig weniger Steuern.

Derzeit überweist die depotführende Bank auf Zinsen 30 Prozent Zinsabschlagsteuer an das Finanzamt, wenn Kunden keinen Freistellungsauftrag erteilt haben. Das ist eine Vorauszahlung, die das Finanzamt mit der persönlichen Einkommensteuerschuld verrechnet.

Den Sparerfreibetrag von derzeit 1 601 Euro (Ehepaare 3 202 Euro) inklusive Werbungskostenpauschale soll es weiter geben. Bleiben am Jahresende die Kapitalerträge unter dem Steuerfreibetrag, wird die gezahlte Abgeltungssteuer erstattet.

Anleger, deren Grenzsteuersatz unter 25 Prozent bleibt, können wählen, ob sie Kapitalerträge nach ihrem persönlichen Grenzsteuersatz versteuern wollen.

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