Arznei, Nahrungsergänzung: Der kleine Unterschied

Zweckbestimmung: Nahrungsergänzungsmittel dienen in erster Linie der Ernährung und dürfen nur Zutaten enthalten, die selbst Lebensmittel sind. Somit unterliegen sie dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG). Arzneimittel wiederum sollen Krankheiten heilen, lindern oder vorbeugen. Sie unterliegen dem Arzneimittelgesetz (AMG).

Kontrollbehörden: Arzneimittel müssen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen werden und unterliegen strengen Kontrollen. Nahrungsergänzungsmittel werden nur stichprobenartig von den Lebensmittelüberwachungsbehörden der Länder überprüft.

Dosierung: Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin empfiehlt, die Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels auf 5 Milligramm Zink zu beschränken. Bislang gibt es aber keine gesetzlichen Regelungen. Durch zinkhaltige Nahrung und ein zu hoch dosiertes Präparat kann es zu einer nicht mehr unbedenklichen Menge von über 30 Milligramm Zink am Tag kommen.

Arzneimittel dürfen höher dosiert sein, weil sie für Kranke sind, die Zink nicht richtig aufnehmen können oder übermäßig ausscheiden. Übersteigt die tägliche Dosis 25 Milligramm, werden sie verschreibungspflichtig.

Unterscheidung: Der Verbraucher kann den Unterschied oft nur durch das klein gedruckte Wort „Arzneimittel“ beziehungsweise „Nahrungsergänzungsmittel“ auf der Verpackung erkennen.

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