Das Finanzamt verdient mit

Für Indexfonds und Indexzertifikate gibt es zweierlei Steuerregelungen.

Indexfonds. Anleger müssen Kursgewinne und Dividenden versteuern. Bisher sind Kursgewinne nach Ablauf der zwölfmonatigen Spekulationsfrist steuerfrei. Das gilt für Fondskäufe bis zum 31. Dezember 2008. Wer Indexfonds nach dem 1. Januar 2009 kauft, zahlt auf Kursgewinne Abgeltungsteuer. Das sind 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Anleger mit geringerem Steuersatz können sich das zuviel gezahlte Geld vom Finanzamt zurückholen.

Für Dividenden gilt bis Ende 2008 das Halbeinkünfteverfahren. Anleger müssen die Hälfte der Dividenden mit dem persönlichen Steuersatz versteuern – vorausgesetzt, sie haben den Sparerfreibetrag ausgeschöpft. Dividenden, die sie ab 2009 bekommen, müssen sie voll versteuern. Auch hier gilt die 25-prozentige Abgeltungsteuer.

Tipp: Wie die Abgeltungsteuer genau funktioniert, siehe Abgeltungsteuer.

Indexzertifikate. Anleger müssen nur Kursgewinne versteuern. Wer Indexzertifikate vor dem 15. März 2007 gekauft hat, erhält Kursgewinne nach Ablauf der zwölfmonatigen Spekulationsfrist steuerfrei. Für Käufe seit dem 15. März gilt eine Übergangsregelung: Anleger, die jetzt Indexzertifikate kaufen und vor dem 30. Juni 2009 verkaufen, können die Kursgewinne noch steuerfrei kassieren, sofern die Spekulationsfrist abgelaufen ist. Wer die Zertifikate jedoch erst nach dem 30. Juni 2009 verkauft, muss Abgeltungsteuer zahlen.

Dividendenausschüttungen gibt es bei Indexzertifikaten nicht. Dividenden werden einbehalten oder dem Punktestand des Indexes und somit dem Kurs des Zertifikats zugerechnet.

Tipp: Sie können Ihre Zertifikate vor Ablauf der Frist am 30. Juni 2009 verkaufen und neue nachkaufen. Auf diese Weise erhalten Sie die bis dahin erzielten Kursgewinne steuerfrei.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1326 Nutzer finden das hilfreich.