Weitere Wege zum Hedgefonds

Zugang zur Welt der Hedgefonds bieten auch Genussscheine und Vermögensverwalter.

Quadriga

Die Quadriga Beteiligungs- und Vermögens AG aus Österreich macht mit Spitzenrenditen von sich reden. Quadriga spekuliert mit der so genannten Managed-Futures-Strategie auf die Wertentwicklung von Aktien, Anleihen und Rohstoffen.

Private Anleger sind an den Gewinnen oder Verlusten über Genussscheine beteiligt. Seit neuestem bietet Quadriga sogar Sparpläne an. Die Konstruktion über Genussscheine birgt Risiken: Ein Totalverlust ist möglich.

Die Quadriga verfolgt eine Trendfolgestrategie. Die ist riskant, funktioniert aber meistens ganz gut, wenn die Trends nach oben oder unten eindeutig sind. Bewegen sich die Märkte dagegen seitwärts, ist mit dem System nicht mehr viel zu gewinnen.

Das Produkt ist außerdem teuer. Der Ausgabeaufschlag beträgt je nach Anlagesumme 3 bis 7 Prozent, die Verwaltungsgebühr kostet 0,4 Prozent – pro Monat. Hinzu kommt eine Gewinnbeteiligung von 20 Prozent.

Anders als bei Zertifikaten verlässt sich der Anleger bei Quadriga auf ein einziges Produkt. Bei den Zertifikaten investiert der Anleger indirekt in mehrere Fonds. Das streut das Risiko. Die in den Indizes enthaltenen Fonds werden außerdem regelmäßig überprüft.

Deutsche Derivate

Auch die Deutsche Derivate Vermö­gensverwaltung GmbH verfolgt die Managed-Futures-Strategie. Sie bietet ihr Produkt Flopp über einen Vermögensverwaltungsvertrag vermögenden Privatkunden an. Die Mindestanlage beträgt 100 000 Euro. Flopp investiert an Aktien-, Anleihen- und Rohstoffmärkten und verfolgt ebenso wie Quadriga eine automatisierte Trendfolgestrategie. Allerdings erhebt die Deutsche Derivate keine laufenden Gebühren, sondern kassiert nur im Erfolgsfall 25 Prozent vom Gewinn. Die Deutsche Derivate weist darauf hin, dass das Verlustrisiko über den Anlagebetrag hinausgehen kann.

Tipp: Wird ihnen eine Beteiligung oder ein Vermögensverwaltungsvertrag angeboten, seien Sie vorsichtig. Sie sollten den Anbieter genau prüfen. Im Zweifel kaufen Sie lieber ein Bankprodukt.

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