Volksbanken werben gern damit, dass ihre Zertifikate einlagengesichert sind, und tun so, als ob es kein Risiko mehr gäbe.

Unsere Leser sind irritiert, weil sie gehört haben, dass die Zertifikate der Volksbanken und der DZ-Bank in der Einlagensicherung sind. Sie fragen, ob die Papiere vergleichbar sind mit anderen einlagengesicherten Produkten wie Festgeld oder Sparbriefe.

Wir stellen klar: Es stimmt, dass die Zertifikate der genossenschaftlichen Banken kein Ausfallrisiko haben. Das liegt an der Institutssicherung. Die Genossen sorgen dafür, dass kein Institut pleite geht. Ein Fall wie die Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers kann nicht passieren. Aber es stimmt nicht, dass die Zertifikate der Volksbanken vergleichbar sind mit Festzinsanlagen. Im Gegenteil. Wenn sich ein solches Zertifikat etwa auf einen Aktienindex bezieht, sind sogar erhebliche Verluste möglich.

Tipp: Lassen Sie sich kein X für ein U vormachen. Welche Risiken ein Zertifikat birgt, hängt in erster Linie davon ab, auf welche Basiswerte es sich bezieht und wie die Bedingungen für die Rückzahlung sind. Nur Garantiezertifikate sind sicher.

Dieser Artikel ist hilfreich. 380 Nutzer finden das hilfreich.