Wer auf Verlustzertifikaten sitzt und sie schon ein Jahr hält, sollte die Papiere erst ab dem 1. Juli 2009 verkaufen. Dann kann er die Verluste mit Kapitaleinkünften aus anderen Geldanlagen ­verrechnen, etwa mit Zinsen. Voraussetzung ist, der Anleger hat seine Zertifikate ab dem 15. März 2007 gekauft.

Von diesem Tag an galt die Übergangsfrist für Zertifikate vor Einführung der Abgeltungsteuer: Anleger, die Zertifikate an diesem Tag oder später gekauft haben, können ihre Papiere nur bis 30. Juni 2009 abgeltungsteuerfrei verkaufen. Ab dem 1. Juli greift die Abgeltungsteuer, selbst wenn die Zertifikate länger als ein Jahr im Depot des Anlegers lagen. Das ist ein Nachteil, wenn die ­Zertifikate Gewinne gebracht haben, aber ein Vorteil für Verlustpapiere.

Würden die Anleger ihre Zertifikate noch vor dem 1. Juli verkaufen, könnten sie mit ihren Verlusten nichts anfangen, weil die Spekulationsfrist schon abgelaufen ist. Ab dem 1. Juli können sie ihr Minus mit Zinseinnahmen, Dividenden und Kursgewinnen verrechnen.

Der Tipp gilt nicht für Zertifikate, die vor dem 15. März 2007 gekauft wurden, und nicht für Finanzinnovationen wie Garantiezertifikate.

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