Unser Rat

Indexzertifikate können eine kostengünstige Alternative zu aktiv gemanagten Fonds sein, etwa dann, wenn Sie nur kurzfristig in einen Aktien-, Anleihen- oder Rohstoffmarkt investieren wollen. Für längere Investments sind gute Fonds besser (siehe Fonds im Dauertest).

Hebelzertifikate eignen sich zum Spekulieren, Sie können mit geringem Kapitaleinsatz hohe Gewinne erzielen. Der Hebel vervielfacht Kursanstiege der Basiswerte – das können Aktien, Indizes, Zinssätze oder Rohstoffe sein. Aber auch die Verluste vervielfachen sich.

Kapitalschutz. Achten Sie bei Papieren mit Kapitalschutz auf die Höhe des Schutzes. Selbst Garantiezertifikate garantieren nicht immer die volle Summe, sondern bisweilen nur 90 Prozent oder weniger. Discountzertifikate bieten ­einen Verlustpuffer. Bonuszertifikate schützen nur vor kleinen Verlusten.

Steuern. Zertifikate mit Schutz vor Totalverlust gelten als Finanzinnovationen. Sie müssen Kursgewinne beim Finanzamt angeben, gleich wie lange Sie das Papier hatten. Die anderen Zertifikate sind in der Regel nach der einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei.

Kauf. Sie können Zertifikate jederzeit kaufen und verkaufen, entweder an der Börse oder über den Direkthandel. Für Kauf und Verkauf fallen Bankspesen an. Filialbanken berechnen etwa 1 Prozent vom Kurswert, Direktbanken sind billiger. Faustregel: Liquide, das heißt oft gehandelte Papiere wie Indexzertifikate können Sie an der Börse kaufen, illiquide Papiere besser im Direkthandel. Dort haben Sie den Vorteil, den Preis schon vor dem Geschäft zu kennen. An der Börse sollten Sie mit Limits arbeiten.

Information. Aktuelle Kurse und Infos finden Sie unter www.boerse-stuttgart.de. Wenn Sie mehr über die Funktionsweise der Produkte wissen wollen, fragen Sie bei HSBC Trinkaus & Burkhardt nach dem kostenlosen Buch „Optionsscheine, Zertifikate und strukturierte Produkte“, Telefon 02 11/9 10 46 36, E-Mail: derivatebuch@trinkaus.de.

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