Zeckenschutz Meldung

Von April bis November ist "Zeckensaison". Geimpft werden sollte aber schon jetzt. Zecken übertragen die Frühsommerenzephalitis (FSME), eine schwer verlaufende, infektiöse Gehirnentzündung. Davor schützen sollte sich, wer durch seinen Beruf (wie Forstarbeiter) oder durch Aufenthalt in Wald und Flur besonders gefährdet ist (wie Wanderer, Kanuten, Camper) oder wer in solchen Risikogebieten im Grünen wohnt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gelten derzeit als Risikogebiete: südlicher Bayerischer Wald, Niederbayern entlang der Donau ab Regensburg sowie entlang der Flüsse Paar, Isar ab Landshut, Rott, Inn, Vilz, Altmühl, in Baden-Württemberg der gesamte Schwarzwald sowie Gebiete entlang der Flüsse Enz, Nagold, Neckar und entlang des Oberrheins oberhalb Kehl bis zum westlichen Bodensee, der gesamte Odenwald.

Außerhalb Deutschlands ist das FSME-Virus verbreitet in den Ländern Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Polen, Russland und besonders stark in den baltischen Staaten. Außerhalb Europas tritt FSME praktisch nicht auf.

Wer sich schützen will, sollte jetzt mit der Grundimmunisierung beginnen. Denn immun gegen den Erreger ist man frühestens 14 Tage nach der zweiten Injektion. Die sollte im Abstand von 2 Wochen bis 3 Monaten nach der ersten erfolgen, und die dritte dann 6 bis 12 Monate nach der ersten. Auch eine Schnellimmunisierung mit Injektionen am Tag 0, 7 und 21 ist möglich. In diesem Fall ist aber eine weitere Impfung nach etwa einem Jahr zu empfehlen.

Die Immunisierung schützt und sollte nach 3 bis 5 Jahren aufgefrischt werden. Wegen der Kostenübernahme sollten Sie Ihre Kasse fragen.

Gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Borreliose und Ehrlichiose, beides bakteriell bedingte fieberhafte Infektionskrankheiten, wird es in absehbarer Zeit keinen Impfstoff geben. Eine aktuelle Karte zu den FSME-Risikogebieten hat das Robert-Koch-Institut für Februar angekündigt: www.rki.de

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