Zecken entfernen: So wird‘s gemacht

Handeln Sie schnell

Entdecken Sie eine Zecke, entfernen Sie den Blutsauger möglichst rasch. Hat er nicht länger als zwölf Stunden auf Ihnen gesessen, ist die Wahr­scheinlich­keit gering, dass Borreliose über­tragen wurde. Der FSME-Erreger wird mit dem Speichel der Zecke über­tragen und infiziert das Opfer sofort.

Mit Karte, Zange oder Pinzette

So lassen sich Zecken einfach entfernen: Greifen Sie das Tier mit Pinzette oder Zange möglichst dicht über der Haut, ziehen Sie es vorsichtig heraus. Leichtes Drehen hilft. Nicht quetschen! Eine spezielle Zeckenkarte schieben Sie mit Druck auf die Haut an die Zecke heran und diese dann heraus. Sie können die Zecke auch vorher mit Vereisungs­spray betäuben, sie lässt sich so leichter abziehen.

Zecken Special

In der Zange. Die Zecke mit Pinzette oder Zange weit unten am Kopf greifen und heraus­ziehen.

Keinesfalls Klebstoff oder Öl

Benutzen Sie kein Öl, um die Zecke zu ersti­cken! Der auf diese Art gestresste Holz­bock sondert vermehrt Speichel ab, das Infektions­risiko steigt. Bleibt der Stechrüssel in der Haut zurück, birgt das meist keine Gefahr. Sie können ihn vom Arzt entfernen lassen.

Stich­stelle desinfizieren

Nach Einschät­zung der Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest eignen sich dafür zum Beispiel folgende Mittel:

  • Sepso J Lösung mit dem Wirk­stoff Providon-Jod, 104 Milligramm pro Milliliter, für 3,33 Euro für 10 Milliliter. Providon-Jod wirkt abtötend auf Bakterien, Pilze (einschließ­lich deren Sporen) und Viren – nicht bei einer Schild­drüsen­über­funk­tion anwenden.
  • Octenisept mit Phenoxyethanol, 20 Milligramm je Milliliter, und Octenidin, 1 Milligramm je Milliliter, für etwa 2,95 Euro für 15 Milliliter, ist eine Kombination des Antiseptikums Octenidin mit dem Alkohol Phenoxyethanol, der auf Wunden nicht brennt. Das Mittel tötet viele Bakterien und Pilze ab sowie einige Viren.

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