So schützen Sie sich richtig

Um sich vor Zecken und den von ihnen über­tragenen Krank­heits­erregern zu schützen, helfen einige Verhaltens­regeln.

  • Vorbeugen. Vermeiden Sie möglichst Aufenthalte im hohen Gras oder Unter­holz.
  • Kleidung. Tragen Sie bei Aktivitäten im Freien wie Wandern, Pick­nicken oder Garten­arbeit wenn möglich helle Kleidung, die viel Haut bedeckt – lange Ärmel und Hosen­beine, Socken bis über die Knöchel, feste Schuhe.
  • Abwehr­mittel. Zusätzlich können Sie ein Abwehr­mittel gegen Mücken nutzen, das auch Zecken abschreckt. Für gemäßigte Breiten zu empfehlen ist der Wirk­stoff Icaridin. Die Mittel lassen sich auf die Haut auftragen, zum Beispiel auf freie Stellen sowie auf die Beine. Allerdings wirken die Präparate nicht sonderlich lange und sind ungefähr alle zwei Stunden zu erneuern.
  • Körperkontrolle. Suchen Sie Ihre Haut direkt nach dem Aufenthalt in der Natur nach Zecken ab – auch Kniekehlen, Achselhöhlen, Leistengegend, Genital­bereich und Haar­ansatz. Beim Rücken hilft Ihnen am besten eine zweite Person. Ergänzend können Sie duschen. Das spült Zecken weg, die sich noch nicht fest­gesaugt haben, ersetzt aber nicht das Absuchen des Körpers.
  • Entfernen. Entfernen Sie entdeckte Zecke möglichst schnell, weil das Infektions­risiko mit zunehmender Saugdauer steigt. Fassen Sie die Zecke mit einer Pinzette haut­nah und ziehen Sie sie gerade und mit möglichst wenig Druck heraus. Sie können auch eine Zeckenkarte oder Zeckenzange verwenden. Auf keinen Fall sollten Sie die Zecke quetschen oder mit Öl oder Klebstoff behandeln – dann kann sie vermehrt Erreger freisetzen. Desinfizieren Sie die Stelle nach dem Entfernen der Zecke.
  • Warnzeichen. Gehen Sie zum Arzt, wenn ein roter Hautfleck auftritt und sich ringförmig ausdehnt. Diese „Wanderröte“ weist oft auf Borreliose hin und kann einige Wochen nach einem Zecken­stich entstehen.

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