Auto­fahrer sind nicht verpflichtet, grund­sätzlich vor einem Zebra­streifen das Tempo zu drosseln. Die Straßenverkehrs­ordnung verlangt dies nur, wenn ein Fußgänger erkenn­bar den Überweg benutzen will. Fußgänger müssen vor Betreten nach links und rechts schauen und bei erkenn­barer Gefahr durch heran­kommende Autos warten, urteilte das Ober­landes­gericht Stutt­gart (Az. 1 Ss 358/14). Deshalb bekam ein 79-Jähriger Mitschuld, der mit 0,43 Promille im Dunkeln auf den Zebra­streifen gelaufen war, ohne auf den Verkehr zu achten.

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