So haben wir getestet

Im Test

Finanztest hat die Zahn­zusatz­versicherungen aller Versicherer auf dem deutschen Markt untersucht, deren Angebote grund­sätzlich allen gesetzlich Kranken­versicherten offen­stehen. Angebote, die nur für Versicherte bestimmter gesetzlicher Kassen gelten, sind deshalb nicht dabei. Stichtag war der 1. August 2016.

Alle Tarife im Test bieten eine Kosten­erstattung für Zahn­ersatz und enthalten ausschließ­lich Zahn­leistungen. Kunden können sie einzeln ohne weitere Leistungs­bausteine abschließen.

Im Test berück­sichtigt haben wir

  • 137 Tarife, bei denen sich die Beiträge mit zunehmendem Alter des Versicherten plan­mäßig ändern können (Kalkulation nach Art der Schaden­versicherung) und
  • 72 Tarife ohne alters­bedingte Beitrags­anpassungen nach Vertrags­abschluss (Kalkulation nach Art der Lebens­versicherung).

Abwertungen

In zwei Fällen haben wir Abwertungen vorgenommen:

  • Leistet ein Tarif für alle Zahn­ersatz­versorgungen eines Jahres weniger als 2 000 Euro und entfällt diese Begrenzung auch für unfall­bedingte Aufwendungen nicht, kann das Urteil für die gesamte Zahn­ersatz­leistung nicht besser lauten als ausreichend (3,6).
  • Leistet ein Tarif bei einer der bewerteten Zahn­ersatz­leistungen nur mangelhaft, kann das Urteil für die gesamte Zahn­ersatz­leistung nicht besser als befriedigend (2,6) lauten.

Monats­beitrag

Für die Tarife mit alters­bedingter Beitrags­anpassung wird der gerundete alters­abhängige Beitrag ausgewiesen, den Versicherte jeweils mit 43 und mit 73 Jahren höchs­tens zahlen müssen. Um die Vergleich­barkeit mit den Tarifen ohne alters­bedingte Beitrags­anpassung herzu­stellen, haben wir für eine Vertrags­dauer vom Eintritt mit 43 Jahren bis zum 73. Lebens­jahr den Durch­schnitts­beitrag ermittelt. Für die Tarife ohne alters­bedingte Beitrags­anpassung zeigt die Tabelle den gerundeten Monats­beitrag für gesunde Versicherte mit einem Eintritts­alter von 43 Jahren.*

Bewertung der Zahn­ersatz­leistungen

Die Tarif­leistungen wurden jeweils separat für die drei möglichen Bonus­stufen des Versicherten bei seiner Krankenkasse (Von Prophylaxe bis Zahnbehandlung) ermittelt und anschließend zu einem gewichteten Durch­schnitt zusammengefasst.

Bewertet werden der Anteil der Zahn­arzt­rechnung für vier Versorgungs­varianten, der jeweils im Durch­schnitt zusammen mit der Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ersetzt wird. Hierfür haben wir Modell­annahmen gemacht. Bei der Bewertung wurden die für die Höhe der jeweiligen Leistung maßgeblichen Versicherungs­bedingungen in ihrem Zusammen­wirken berück­sichtigt.

Regel­versorgung (10%):

Der Rechnungs­betrag der Regel­versorgungen entspricht genau dem doppelten Fest­zuschuss ohne Bonus.

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • den Erstattungs­prozent­satz und den Basisbetrag (in Abhängig­keit von der Bonus­stufe),
  • wenn die Kassen­leistung ange­rechnet wird: die Höhe der Anrechnung (je nach Tarif rechnen Versicherer die tatsäch­liche Leistung, die Leistung ohne Kassenbonus oder die Leistung mit maximalem Kassenbonus an),
  • wenn die Kassen­leistung nicht auf die Tarif­leistung ange­rechnet wird: die Ober­grenze für die Gesamt­leistung von Tarif- und Kassen­leistung (zum Beispiel 100, 90, 80 Prozent des erstattungs­fähigen Rechnungs­betrages).

Privatversorgung ohne Inlays und Implantate (40%):

Der Rechnungs­betrag der Versorgung mit privatzahn­ärzt­lichen Gebühren­anteilen ist doppelt so hoch wie der Rechnungs­betrag der Regel­versorgung. Er verteilt sich je zu 50 Prozent auf Zahn­arzt­honorar und Material- und Labor­kosten; 30 Prozent des Zahn­arzt­honorars sind mit dem 3,5-fachen Satz der für Privat­abrechnung gültigen Gebühren­ordnung für Zahn­ärzte (GOZ) berechnet, der Rest mit dem 2,3-fachen GOZ-Satz.

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • alle für die Regel­leistung genannten Kriterien,
  • zusätzlich die Erstattung von Zahn­arzt­honoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Gebühren­satz.

Inlays (25%):

Der Rechnungs­betrag der Inlay­versorgung beträgt 600 Euro. Er verteilt sich zu gleichen Teilen auf das Zahn­arzt­honorar und die Material- und Labor­kosten; 90 Prozent des Zahn­arzt­honorares sind mit dem 3,5-fachen GOZ-Satz berechnet, der Rest mit dem 2,3-fachen GOZ-Satz.

In unserem Modell fordern wir außerdem: Alle fünf Jahre sollten mindestens drei Inlays im Kalender­jahr erstattet werden, in den übrigen Jahren genügt ein Inlay im Jahr.

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • alle für die Regel­versorgung genannten Kriterien,
  • die Erstattung von Zahn­arzt­honoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Gebühren­satz,
  • Höchst­erstattungs­beträge pro Inlay und Höchst­erstattungs­beträge für alle Inlays im Kalender­jahr.

Implantat­versorgung (15%):

Der Rechnungs­betrag der Implantat­versorgung beträgt 3 580 Euro. Davon entfallen 1 150 Euro auf einen Knochen­aufbau (ausschließ­lich Zahn­arzt­honorar), 750 Euro auf implantologische Leistungen, 780 Euro auf Material­kosten und 900 Euro auf den Zahn­ersatz auf dem Implantat, die sogenannte Supra­konstruktion (davon sind wiederum die Hälfte Material- und Labor­kosten). Das Zahn­arzt­honorar wurde jeweils zu 50 Prozent mit dem 3,5-fachen GOZ-Gebühren­satz berechnet, der Rest mit dem 2,3-fachen GOZ-Satz.

In unserem Modell fordern wir außerdem: Alle fünf Jahre sollen mindestens zwei Implantate im Kalender­jahr erstattet werden, in den übrigen Jahren genügt ein Implantat im Jahr. Insgesamt sollen über die gesamte Vertrags­lauf­zeit nicht weniger als zehn Implantate erstattet werden.

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • alle für die Regel­versorgung genannten Kriterien,
  • die Erstattung von Zahn­arzt­honoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Gebühren­satz,
  • Kosten­erstattung für einen Knochen­aufbau,
  • Höchst­erstattungs- und Höchst­rechnungs­beträge für das einzelne Implantat (mit und ohne Supra­konstruktion),
  • Höchst­erstattungs- und Höchst­rechnungs­beträge für alle Implantate im Kalender­jahr,
  • Höchst­erstattungs­beträge für alle Implantate über die gesamte Vertrags­lauf­zeit,
  • Begrenzung der Anzahl der Implantate für die gesamte Vertrags­lauf­zeit auf weniger als zehn.

Jähr­liche Ober­grenzen (10%):

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • die Höhe der dauer­haften Erstattungs­summen­begrenzungen für das Kalender­jahr bis zur Höhe von 20 000 Euro,
  • die Höhe der Erstattungs­summen­begrenzungen in den ersten sechs Vertrags­jahren bis zur Höhe von 1 000 Euro im Jahr,
  • ob diese Begrenzungen bei unfall­bedingten Kosten entfallen oder nicht.

Leistungs­beispiele

Wir zeigen die Tarif­leistungen für vier Beispiel­versorgungen: Kassenkrone, Krone, Inlay, Zahn­ersatz auf Implantat. Die Beträge sind auf volle Euro gerundet. Die Beispiele dienen nur der Illustration. Sie waren nicht maßgeblich für die Bewertung.

Weitere Tarif­leistungen

Weitere Tarif­leistungen neben der Kosten­erstattung für Zahn­ersatz lassen sich in unserer inter­aktiven Tabelle anzeigen (Filter „Weitere Tarif­leistungen“). Erläuterungen stehen unter den Tabellen.

Besonderheiten des Vertrags

In der Spalte „Besonderheiten des Vertrags“ weisen wir mit den großen Buch­staben A bis J auf Vertrags­regelungen hin, die für Kunden relevant sein können, etwa ein Höchst­eintritts­alter. Erläuterungen stehen unter­halb der Tabellen.

* Passage korrigiert am 18. Oktober 2016

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