So haben wir getestet

Im Test

Finanztest hat die Zahn­zusatz­versicherungen aller Versicherer auf dem deutschen Markt untersucht, deren Angebote grund­sätzlich allen gesetzlich Kranken­versicherten offen­stehen. Angebote, die nur für Versicherte bestimmter gesetzlicher Kassen gelten, sind deshalb nicht dabei.

Alle Tarife im Test bieten eine Kosten­erstattung für Zahn­ersatz und enthalten ausschließ­lich Zahn­leistungen. Kunden können sie einzeln ohne weitere Leistungs­bausteine abschließen.

Die beschriebene Bewertung wird auch laufend im Rechner Zahn­zusatz­versicherung angewandt.

Unter­suchungen

Die Tarif­leistungen wurden jeweils separat für die drei möglichen Bonus­stufen des Versicherten bei seiner Krankenkasse ermittelt und anschließend zu einem gewichteten Durch­schnitt zusammengefasst.

Bewertet wurde der Anteil der Zahn­arzt­rechnung für vier Versorgungs­varianten, der jeweils im Durch­schnitt zusammen mit der Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ersetzt wird. Bei der Bewertung wurden für verschiedene Modelle die für die Höhe der jeweiligen Leistung maßgeblichen Versicherungs­bedingungen in ihrem Zusammen­wirken berück­sichtigt.

Die Versorgungs­varianten gehen gewichtet mit den unten angegebenen Prozentsätzen in das Finanztest-Qualitäts­urteil ein.

Versorgungs­variante 1: Regel­versorgung (10 %):

Der Rechnungs­betrag der Regel­versorgungen entspricht dem doppelten Fest­zuschuss ohne Bonus.

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • den Erstattungs­prozent­satz und den Basisbetrag (in Abhängig­keit von der Bonus­stufe),
  • wenn die Kassen­leistung ange­rechnet wird: die Höhe der Anrechnung (je nach Tarif rechnen Versicherer die tatsäch­liche Leistung, die Leistung ohne Kassenbonus oder die Leistung mit maximalem Kassenbonus an),
  • wenn die Kassen­leistung nicht auf die Tarif­leistung ange­rechnet wird: die Ober­grenze für die Gesamt­leistung von Tarif- und Kassen­leistung (zum Beispiel 100, 90, 80 Prozent des erstattungs­fähigen Rechnungs­betrages).

Versorgungs­variante 2: Privatversorgung ohne Inlays und Implantate (40 %):

Der Rechnungs­betrag der Versorgung mit privatzahn­ärzt­lichen Gebühren­anteilen ist doppelt so hoch wie der Rechnungs­betrag der Regel­versorgung. Er verteilt sich je zu 50 Prozent auf Zahn­arzt­honorar und Material- und Labor­kosten; 30 Prozent des Zahn­arzt­honorars sind mit dem 3,5-fachen Satz der für Privat­abrechnung gültigen Gebühren­ordnung für Zahn­ärzte (GOZ) berechnet, der Rest mit dem 2,3-fachen GOZ-Satz.

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • alle für die Regel­leistung genannten Kriterien,
  • zusätzlich die Erstattung von Zahn­arzt­honoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Gebühren­satz.

Versorgungs­variante 3: Inlays (20 %):

Der Rechnungs­betrag der Inlay­versorgung beträgt 660 Euro. Er verteilt sich zu gleichen Teilen auf das Zahn­arzt­honorar und die Material- und Labor­kosten; 90 Prozent des Zahn­arzt­honorares sind mit dem 3,5-fachen GOZ-Satz berechnet, der Rest mit dem 2,3-fachen GOZ-Satz.

In unserem Modell fordern wir außerdem: Alle fünf Jahre sollten mindestens drei Inlays im Kalender­jahr erstattet werden, in den übrigen Jahren genügt ein Inlay im Jahr.

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • alle für die Regel­versorgung genannten Kriterien,
  • die Erstattung von Zahn­arzt­honoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Gebühren­satz,
  • Höchst­erstattungs­beträge pro Inlay und Höchst­erstattungs­beträge für alle Inlays im Kalender­jahr.

Versorgungs­variante 4: Implantat­versorgung (20 %):

Der Rechnungs­betrag der Implantat­versorgung beträgt 3 950 Euro. Davon entfallen 1 266 Euro auf einen Knochen­aufbau (ausschließ­lich Zahn­arzt­honorar), 828 Euro auf implantologische Leistungen, 861 Euro auf Material­kosten und 995 Euro auf den Zahn­ersatz auf dem Implantat, die sogenannte Supra­konstruktion (davon sind wiederum die Hälfte Material- und Labor­kosten). Das Zahn­arzt­honorar wurde jeweils zu 50 Prozent mit dem 3,5-fachen GOZ-Gebühren­satz berechnet, der Rest mit dem 2,3-fachen GOZ-Satz.

In unserem Modell fordern wir außerdem: Alle fünf Jahre sollen mindestens zwei Implantate im Kalender­jahr erstattet werden, in den übrigen Jahren genügt ein Implantat im Jahr. Insgesamt sollen über die gesamte Vertrags­lauf­zeit nicht weniger als zehn Implantate erstattet werden.

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • alle für die Regel­versorgung genannten Kriterien,
  • die Erstattung von Zahn­arzt­honoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Gebühren­satz,
  • Kosten­erstattung für einen Knochen­aufbau,
  • Höchst­erstattungs- und Höchst­rechnungs­beträge für das einzelne Implantat (mit und ohne Supra­konstruktion),
  • Höchst­erstattungs- und Höchst­rechnungs­beträge für alle Implantate im Kalender­jahr,
  • Höchst­erstattungs­beträge für alle Implantate über die gesamte Vertrags­lauf­zeit,
  • Begrenzung der Anzahl der Implantate für die gesamte Vertrags­lauf­zeit auf weniger als zehn.

Jähr­liche Ober­grenzen (10 %):

Für die Bewertung haben wir die folgenden Rege­lungen in den Versicherungs­bedingungen berück­sichtigt:

  • die Höhe der dauer­haften Erstattungs­summen­begrenzungen für das Kalender­jahr bis zur Höhe von 20 000 Euro,
  • die Höhe der Erstattungs­summen­begrenzungen in den ersten sechs Vertrags­jahren bis zur Höhe von 1 000 Euro im Jahr,
  • ob diese Begrenzungen bei unfall­bedingten Kosten entfallen oder nicht.

Die Bewertung der jähr­lichen Ober­grenzen wird nicht dargestellt.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel der Tarife verstärkt auf das Finanztest-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet.

Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt:

  • Lautete das Urteil für eine der bewerteten Zahn­ersatz­leistungen mangelhaft, konnte das Finanztest-Qualitäts­urteil nicht besser sein als befriedigend.
  • Lautete das Urteil für die jähr­liche Ober­grenze für alle Tarif­leistungen mangelhaft, konnte das Finanztest-Qualitäts­urteil nicht besser sein als ausreichend.

Bei Tarifen, die sich aus einzelnen Bausteinen zusammensetzen wurde für eine fehlende Zahn­ersatz­leistung (z.B. Inlays), die mit einem entsprechenden Zusatz­baustein ergänzt werden kann, kein Urteil und damit auch kein Finanztest-Qualitäts­urteil vergeben.

Urteil nach Ihren Vorgaben

Für die Berechnung des Urteils nach Ihren Vorgaben können Sie einzelne Leistungs­bereiche abwählen. Da die Bewertung der (nicht dargestellten) jähr­lichen Erstattungs­ober­grenzen immer mit 10 Prozent in die Berechnung der Note eingeht, verteilen sich die verbleibenden 90 Prozent auf die verbleibenden Leistungs­bereiche, wobei ihre Gewichtung zueinander unver­ändert bleibt.

Es gelten die gleichen Abwertungs­effekte wie beim Finanztest-Qualitäts­urteil – mit einer Ausnahme: In dem Auswahl-Profil „Individuelle Vorgaben“ des Rechners entfällt die Abwertung bei einer mit mangelhaft bewerteten Zahn­ersatz­leistung.

Monats­beitrag

Die Ergebnis­tabelle zeigt den aktuellen, für ihr Geburts­datum maßgeblichen Beitrag. Im Tarif­vergleich wird zusätzlich der maximale Beitrag bis zum Alter 73 Jahre dargestellt (bei Tarifen mit alters­abhängiger Beitrags­anpassung). Zukünftige Beitrags­steigerungen aufgrund von kostenbe­dingten Anpassungen sind in beiden Tarif­arten (mit und ohne alters­abhängiger Beitrags­anpassung) möglich.

Reihen­folge der dargestellten Tarife

Die anfäng­liche Reihen­folge der Tarife richtet sich nach dem „Urteil nach Ihren Vorgaben“ und bei gleichem Urteil für Ihre Auswahl nach der Höhe des Beitrags.

Jetzt freischalten

AnalyseZahn­zusatz­versicherung02.12.2019
7,50 €
Sie können innerhalb der nächsten 28 Tage eine unbegrenzte Anzahl von Auswertungen ausführen.

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 6 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 228 Nutzer finden das hilfreich.