Glossar

Regel­versorgung, Fest­zuschuss, Inlay: Wer sich mit dem Thema Zahn­ersatz beschäftigt, stolpert manchmal über unver­ständliche Begriffe. Hier erklären wir die wichtigsten.

Beitrags­entwick­lung

Es gibt zwei Arten, wie die Versicherer die Beiträge kalkulieren: Entweder nach Art der Lebens­versicherung (konstanter Beitrag) oder nach Art der Schaden­versicherung (Beitrag steigt mit zunehmendem Lebens­alter). Gute und güns­tige Angebote gibt es in beiden Tarif­arten.

Der Haupt­unterschied zwischen beiden Varianten besteht in der plan­mäßigen Beitrags­entwick­lung. Zahn­zusatz­versicherungen nach Art der Lebens­versicherung sehen keine alters­abhängigen Beitrags­anpassungen vor. Bei ihnen richtet sich der Beitrag nach dem Alter des Kunden beim Abschluss des Vertrags. Bei den meisten Tarifen nach Art der Schaden­versicherung verändert sich der Beitrag im laufenden Vertrag mit steigendem Alter des Kunden.

In beiden Fällen kann der Versicherer außerdem die Beiträge erhöhen, wenn seine Leistungs­ausgaben dauer­haft höher liegen, als er ursprüng­lich kalkuliert hatte. Um die Angebote im Test besser vergleich­bar zu machen, geben wir bei Tarifen nach Art der Schaden­versicherung den maximalen Beitrag an, den Kunden bis zum Alter von 73 Jahren höchs­tens zahlen müssen.

Bonus

Der → Fest­zuschuss der Krankenkasse erhöht sich in zwei Bonus­stufen, wenn Versicherte jähr­lich zur Vorsorgeunter­suchung beim Zahn­arzt gehen und dies durch Stempel in ihrem Bonus­heft nach­weisen. Ab dem sechsten Jahr erhöht sich der Fest­zuschuss von 50 auf 60 Prozent des Betrages für die Regel­versorgung. Ab dem elften Jahr erhöht sich der Fest­zuschuss auf 65 Prozent des Betrages für die Regel­versorgung.

Brücke

Lücken, auch über mehrere Zähne, lassen sich per Brücke schließen. Die Nach­barzähne dienen als Pfeiler und werden ange­schliffen und über­kront. Das bietet sich vor allem an, wenn sie geschädigt sind, aber fest im Knochen sitzen. Brücken können aus denselben güns­tigen oder teuren Materialien bestehen wie Kronen.

Fest­zuschuss

Die Krankenkasse über­nimmt 50 Prozent des für die → Regel­versorgung vorgesehenen Rechnungs­betrags. Der Fest­zuschuss ist unabhängig davon, welchen Zahn­ersatz sich Patienten tatsäch­lich machen lassen. Bei teurem Zahn­ersatz, etwa mit Implantat, macht der Kassen­anteil deshalb nur etwa 10 bis 20 Prozent aus. Durch regel­mäßige Vorsorge können gesetzlich Versicherte den Fest­zuschuss durch einen → Bonus auf bis zu 65 Prozent des Betrags für die Regel­versorgung erhöhen.

Implantate

Ein Implantat ist eine künst­liche Zahnwurzel, meist aus Metall, die in den Kieferknochen einge­schraubt wird. Darauf wird dann der Zahn­ersatz, zum Beispiel eine Krone, befestigt. Die Kosten eines Implantats müssen gesetzlich Kranken­versicherte ohne Zahn­zusatz­versicherung fast voll­ständig selbst tragen. Die gesetzliche Kranken­versicherung gewährt beim Ersatz eines einzelnen Seiten­zahns, dessen Nach­barzähne noch vorhanden sind, nur einen → Fest­zuschuss. In diesem Fall zahlt sie so viel, wie sie für eine unver­blendete Brücke zahlen würde.

Inlays

Inlays sind im Labor nach einem Abdruck­modell hergestellte hoch­wertige Zahnfül­lungen, zum Beispiel aus Keramik oder aus einer Gold­legierung, die in den Zahn einge­setzt werden. Die Kosten eines Inlays müssten gesetzlich Kranken­versicherte ohne Zahn­zusatz­versicherung fast voll­ständig selbst tragen. Die gesetzliche Kranken­versicherung über­nimmt nur so viel, wie sie für eine entsprechend große Amalgamfüllung – in unserem Kostenbei­spiel eine dreiflächige Füllung – zahlen würde.

Krone

Stark zerstörte Zähne schleift der Arzt an und über­zieht sie mit einer Krone. Die besteht oft aus einer Metall­mischung (Legierung), die mit Keramik zahn­farben verblendet werden kann. Günstig sind Gemische aus Nichtedel­metallen wie Kobalt, Chrom. Edel­metall wie Gold kostet viel mehr. Auch teuer: Zirkon­oxid- und andere Voll­keramikkronen.

Privatversorgung

Höher­wertige Versorgung mit Zahn­ersatz, die auch privatzahn­ärzt­liche Gebühren­anteile enthält. Die Privatversorgung geht über die Regel­versorgung hinaus, die nur zahnmedizi­nisch notwendige Leistungen enthält. Beispiels­weise kann dies eine Krone im nicht sicht­baren Seiten­zahn­bereich sein, die trotzdem mit zahn­farbener Keramik verblendet oder sogar komplett aus Keramik ange­fertigt wird. Die erhöhten Kosten dieser Privatversorgung müssen gesetzlich Kranken­versicherte ohne Zahn­zusatz­versicherung selbst tragen, da die gesetzlichen Krankenkassen nur den Fest­zuschuss zur Regel­versorgung zahlen.

Regel­versorgung

Für jeden zahnmedizi­nischen Befund haben Zahn­ärzteschaft und Krankenkassen sich auf eine Regel­versorgung geeinigt. Diese soll einer­seits sicher­stellen, dass der Patient alle zahnmedizi­nisch notwendigen Leistungen erhält, und anderer­seits das Wirt­schaftlich­keits­gebot der gesetzlichen Krankenkassen einhalten. Beispiels­weise verwenden die Zahn­ärzte Metall-Legierungen ohne Gold­anteil, und es werden nur Zähne im sicht­baren Bereich zahn­farben verblendet. Für diese Versorgung haben Ärzte und Kassen Durch­schnitts­preise ermittelt, die jedes Jahr gering­fügig angepasst werden. Die Regel­versorgung enthält keine privatzahn­ärzt­lichen Gebühren­anteile, sondern wird vom Zahn­arzt komplett nach den Regeln für Kassenpatienten abge­rechnet.

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