Zahnzusatzpolicen Meldung

Zahnersatz ist kostspielig. Daran ändern auch Zusatzversicherungen wenig.

Neue Zähne für 1 800 Euro? Vor solchen Kosten wollen sich viele Kassenpatienten mit einer Versiche­rung retten. Die Krankenkassen bieten für solche Fälle Zahnzusatzpolicen. Dahinter stecken nicht etwa eigene Kassenprodukte, sondern Tarife von privaten Versi­cherern. Darauf gibt es lediglich einen Beitragsnachlass. Der aber fällt so gering aus, dass es oft günstiger ist, sich am Markt selbst eine Police zu suchen.

Unbedingt notwendig ist das jedoch nicht. Denn auch Versicherungen tragen nicht die vollen Kosten. Es bleibt ein Eigenanteil, den der Kunde selbst bezahlen muss. Ist neuer Zahnersatz fällig, zahlen die Krankenkassen einen Festzuschuss von 50 Prozent. Wer sein Bonusheft ordentlich führt, also jährlich zum Zahnarzt geht, bekommt sogar 65 Prozent.

Beispiel:

Zahnzusatzpolicen Meldung

Bei einer Kassenbrücke für 546 Euro zahlt der Patient 273 Euro selbst. Mit Bonusheft sind es nur 191 Euro.

Wählt der Patient aber mehr als den Kassenstandard, wird es teuer. So kann ein Im­plan­tat statt Brücke rund 1 800 Euro kosten – die Krankenkasse aber bleibt bei ihrem Festzuschuss von 273 Euro.

Wie viel die private Versicherung dazulegt, hängt vom Tarif ab. Einige beteiligen sich gar nicht an Mehrleistungen, die über dem Kassenstandard liegen. Sie zahlen nur einen Teil des Eigen­anteils für die Kassenversorgung.

Beispiel:

Zahnzusatzpolicen Meldung

Ergänzungsversicherungen für Brillen lohnen sich kaum.

Bei der erwähnten Brücke übernimmt die Versicherung 50 Prozent des Eigenanteils, also 136,50 Euro. Der Kunde muss noch 136,50 Euro selbst zahlen. Will er lieber das Implantat, erhält er keinen Cent mehr, muss also 1 390,50 Euro allein tragen – trotz Versicherung.

Teurere Versicherungstarife orientieren sich an den Gesamtkosten und übernehmen zum Beispiel 35 Prozent der Restkosten. Wer das möchte, sollte im Teilnahmekoupon der Analyse Private Krankenversicherung „Sehr wichtig“ ankreuzen. Zusätzlich können Sie Kosten für Heilpraktiker und Brillen versichern. Das lohnt aber kaum. Und der Auslandsschutz kann besser als Reisekrankenversicherung se­pa­rat abgeschlossen werden.

Dieser Artikel ist hilfreich. 859 Nutzer finden das hilfreich.