So testet die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Zahnpasten in folgenden Kategorien: Karies­prophylaxe durch Fluorid, Entfernung von Verfärbungen, Verpackung sowie Deklaration und Werbeaussagen. In früheren Tests haben wir zudem die mikrobiologische Qualität der Pasten geprüft. Da die Ergeb­nisse in diesem Prüf­punkt nie zu bean­standen waren, haben wir uns dazu entschieden, diese Prüfung mit der Veröffent­lichung test 9/2016 zu streichen. Die Noten in den genannten Disziplinen werden Gruppen­urteile genannt. Aus den Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest untersucht und bewertet.

Zahnpasten im Test

Die Produkte werden anonym im Handel einge­kauft. Weder kostenlose Muster noch Prototypen gelangen in den Test.

Preise

Der Produktfinder zeigt Laden­preise an. Die Preise ermittelt die Stiftung Warentest. Die jeweilige letzte Aktualisierung des Preises wird für jedes Produkt ange­zeigt.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Stern­chen (*) gekenn­zeichnet. Die Stiftung Warentest wendet bei Zahnpasten folgende Abwertungen an:

Karies­prophylaxe durch Fluorid: Ist der Prüf­punkt Karies­prophylaxe durch Fluorid mangelhaft, kann das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.

Deklaration und Werbeaussagen: Ist der Prüf­punkt Deklaration und Werbeaussagen ausreichend, wird das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note abge­wertet. Lautet dieses Urteil mangelhaft, wird das test-Qualitäts­urteil um eine ganze Note abge­wertet. Seit Veröffent­lichung test 9/2016 gilt: Ist der Prüf­punkt Deklaration und Werbeaussagen ausreichend oder mangelhaft, wird das test-Qualitäts­urteil um eine ganze Note abge­wertet.

Entfernung von Verfärbungen: Nur bei Zahnpasten mit Weiß­macher-Auslobung: Ist das Urteil Entfernung von Verfärbungen gut oder schlechter, kann das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.

Karies­prophylaxe durch Fluorid 50%

Die Beur­teilung erfolgt durch einen Experten aufgrund aktueller wissenschaftlicher Erkennt­nisse nach Auswertung von wissenschaftlicher Literatur und Empfehlungen von Fachgesell­schaften. Ist Fluorid in ausreichender Menge in Zahnpasten enthalten, beugt es Karies vor und fördert die Härtung des Zahn­schmelzes.

Entfernen von Verfärbungen 30 % (vor Veröffent­lichung test 9/2019 25 %)

Das Entfernen von Verfärbungen wird in Anlehnung an die Methode von Stookey G.K. et al. (In-vitro Removal of Stain with Dentifrices, J. Dent. Res. 61 (1982): 1236–1239) geprüft. Die entsprechende Mess­größe heißt PCR (Pellicle Cleaning Ratio) und beschreibt, wie eine Zahnpasta gefärbte Auflagerungen entfernt. Bei diesem Test­verfahren werden Schmelz­proben von einer Größe von etwa 5 mal 5 Milli­metern aus Rinder-Schneidezähnen verwendet. Sie haben eine dem menschlichen Zahn vergleich­bare Struktur. Die Proben werden geglättet und poliert, einer Färbelösung ausgesetzt und dann unter genau definierten Bestimmungen geputzt. Die Reinigungs­wirkung einer Zahnpasta hängt dabei meist mit der Höhe des Abriebs am Dentin zusammen.

Mikrobiologische Qualität 5% (Prüf­punkt ist seit Veröffent­lichung test 9/2016 entfallen)

Die Gesamt­keimzahl in den Zahnpasten wird in Anlehnung an Kapitel 2.6.12 der aktuellen, gültigen Fassung des Europäischen Arznei­buchs bestimmt. Da die Ergeb­nisse in diesem Prüf­punkt in früheren Tests nie einen Grund zur Bean­standung geboten haben, entfällt die Über­prüfung der mikrobiologischen Qualität ab test 9/2016.

Verpackung 5%

Die Entleerbar­keit der Tuben wird ermittelt und es wird geprüft, ob eine Originalitäts­sicherung vorhanden ist.

Deklaration und Werbeaussagen 15% (zuvor seit Veröffent­lichung test 9/2016 20%)

Ein Experte prüft die Deklaration gemäß den Vorschriften der Kosmetik­ver­ordnung. Drei Experten prüfen die Lesbarkeit und die Werbeaussagen. Zusätzlich wird geprüft, ob passend zu den Werbeaussagen über die normale zahn­pflegende Wirkung der Zahnpasta hinaus spezielle Wirk­stoffe in der Liste der Inhalts­stoffe (INCI) gekenn­zeichnet sind, für die eine unterstützende Wirkung wissenschaftlich belegt ist.

Weitere Unter­suchungen

Ab Veröffent­lichung test 10/2019

Abrieb am Dentin: Die Bestimmung des Abriebs am Dentin (RDA) erfolgt durch Profilometrie an Dentin­proben aus Rinderzähnen; in Anlehnung an die Methode zur Bestimmung der relativen Abrasivität der DIN EN ISO 11609:2017. Die entsprechende Mess­größe heißt RDA-PE (Relative Dentin Abrasion-Profilometry Equivalent). Bei diesem Test­verfahren werden Dentin­proben von Rinderzähnen unter genau definierten Bestimmungen geputzt. Anschließend wird das Dentin berührungs­los durch ein optisches 3D Oberflächen­mess­gerät vermessen. So wird geprüft, wie viel Dentin durch die Zahnpasta abge­tragen wird.

Bis Veröffent­lichung test 10/2019

Abrieb am Dentin: Die Bestimmung des Abriebs am Dentin (Zahn­bein) erfolgt in Anlehnung an Hefferren, J.J., A Laboratory Method for Assess­ment of Dentifrice Abrasivity. J. Dent. Res, 55 (1976): 563–573. Die entsprechende Mess­größe heißt RDA (Radio­active Dentin Abrasion).

PH-Wert: Der pH-Wert wird in Anlehnung an DIN EN ISO 11609:2008 beziehungs­weise an DGF-Methode bestimmt.

Fluorid: Den Fluorid­gehalt bestimmen wir in Anlehnung in Anlehnung an DIN 3 EN ISO 19448:2018, bei matrixbe­dingten Problemen in Anlehnung an die ASU-Methode K84.06.01–2(EG) 1984–05, den Gehalt an Mono­fluorphosphaten bestimmen wir mit einer ionenselektiven Elektrode angelehnt an DIN 38 405, Teil 4.

Zink: Ab Veröffent­lichung test 9/2016 bestimmen wir den Zink­gehalt in Anlehnung an die ASU-Methode L00.00–19/1–6 per ICP-MS.

Weiß­auslobung: Ab Veröffent­lichung test 1/2019 führen wir eine zusätzliche Unter­suchung durch, wenn bei Zahnpasten spezielle „Weiß­macher-Effekte“ ausgelobt sind. Um diese zu über­prüfen, verwenden wir Proben aus Rinderzähnen, die menschlichen Zähnen vergleich­bar sind. Sie werden geglättet, poliert und definiert einge­färbt. Dann putzen wir sie stan­dardisiert mit einer Maschine – unterschiedlich lang, jeweils passend zur Werbeaussage. Davor und danach bestimmen wir die Helligkeit der Proben mit einem Mess­gerät. Aus der Differenz der Werte berechnen wir den „Weiß­macher-Effekt“.

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TestZahnpasta17.10.2019
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