Zahnpasta Test

Rund fünf Tuben Zahnpasta verbraucht jeder Deutsche pro Jahr. Doch welche ist die richtige? Die Zahnpasta-Tests der Stiftung Warentest liefern Bewertungen von 100 Zahn­cremes für Erwachsene: Universal- und Sensitiv-Zahnpasten sowie Zahnpasta mit Weiß-Auslobung. Sie versprechen Karies­schutz, natürliches Weiß oder die Schonung sensibler Zahnhälse. In unseren Tests schauen wir auf die Inhalts­stoffe und prüfen ganz praktisch: Wie hoch ist der Abrieb und wie gut entfernen die Zahn­cremes Verfärbungen?

Drei Typen von Zahnpasta im Test

Wer vor dem Regal mit Zahnpasta steht, findet im Riesen­sortiment der Tuben meist drei Typen zur Auswahl: Universal-Zahnpasta, Sensitiv-Zahnpasta sowie Zahnpasta mit Weiß­auslobung. Alle drei haben Gemein­samkeiten und Besonderheiten.

Universal-Zahnpasten: Mit vielen Talenten

Zahnpasta Test

Universal – Beispiel Odol med 3. Sie bieten eine Rund­umver­sorgung, teils schon mit wenig Abrieb.

Universal-Zahnpasaten bieten die Stan­dard­versorgung für normale Zähne und versprechen meist positive Effekte für Zähne und Zahn­fleisch und vor allem Schutz vor Karies. Entscheidend ist deshalb der Wirk­stoff Fluorid, der Karies erwiesenermaßen vorbeugt Details zum wichtigen Fluorid. Einige Kandidaten unter den geprüften Universal-Zahnpasten enthalten keinen Fluorid­zusatz, etwa die Zahn­creme Karex oder das Weleda Pflanzen Zahngel. Solche Zahnpasten bewertet die Stiftung Warentest mit mangelhaft.
Daten­bank Tests Universal-Zahnpasten

Sensitiv-Zahnpasten: Für Schmerz-Geplagte

Zahnpasta Test

Sensitiv – Beispiel Lidl Dentalux Complex 5 Sensitive plus. Sie schonen empfindliche Zähne, oft mit wenig Abrieb und schmerzlindernden Stoffen.

Sie richten sich speziell an Menschen mit empfindlichen Zähnen. Das Problem betrifft etwa jeden vierten Deutschen. Die häufigste Ursache sind freiliegende Zahnhälse. Entsprechend sanft sollte die Zahnpasta sein und einen nied­rigen oder sehr nied­rigen Abrieb haben. Das trifft nicht auf alle Sensitiv-Zahnpasten im Test zu. Fluoridfreie Sensitiv-Cremes bewertet die Stiftung Warentest mit mangelhaft, da ihnen ein nachgewiesener Karies­schutz fehlt. Auch zu starkes Putzen kann die Zähne schädigen, es kommt dabei sehr auf die Technik an Tipps zum Putzen. Die richtige Zahnbürste spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Im Test elektrische Zahnbürsten finden Sie passende Produkte.
Daten­bank Tests Sensitiv-Zahnpasten

Weiß­macher-Zahnpasten: Die Verheißungs­vollen

Zahnpasta Test

Weiß­macher – Beispiel dm Dontod­ent. Sie verheißen weiße Zähne. Manche mit Aktivkohle sind pech­schwarz.

Machen Zahn­cremes Hoff­nung auf besonders weiße Zähne, fallen sie in diese Kategorie. Die Stiftung Warentest hat sie aktuell wieder unter die Lupe genommen. Die meisten der 20 Produkte schneiden gut ab, zwei sogar sehr gut. Allerdings stützt sich ein Groß­teil ihrer Wirkung auf das Entfernen von Verfärbungen. Das schaffen viele Universalpasten in den Tests der Stiftung Warentest ebenfalls hervorragend – und sind teil­weise noch deutlich güns­tiger. Manche der aktuell geprüften Weiß­macher-Pasten enthalten zusätzlich den Farb­stoff Blue Covarine, der die Zähne kurz­fristig weniger gelb erscheinen lässt. In der Test-Daten­bank weisen wir diesen Stoff aus. Zwei Zahn­cremes sind zudem pech­schwarz. Sie enthalten Aktivkohle, was seit einiger Zeit in Mode ist. Tatsäch­lich schlagen sich beide im Test gut – aber andere noch deutlich besser.
Daten­bankTests Zahnpasta mit Weißauslobung

Das bieten die Zahnpasta-Tests der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Unsere Daten­bank zeigt Qualitäts­urteile, Preise, Fotos und Ausstattungs­merkmale für alle Zahnpasten, die wir seit 2013 getestet haben, derzeit insgesamt 100 Zahncremes. Haben sich Rezepturen verändert, testet die Stiftung Warentest nach oder entfernt die Produkte aus der Test-Daten­bank.

Heft-Artikel. Nach dem Frei­schalten der Daten­bank erhalten Sie auch Zugriff auf die Testberichte der Zeitschrift test zum Thema „Zahnpasta“ zum Download als PDF.

Zahnpasta für Kinder. Der Produktfinder enthält nur Test­ergeb­nisse für Erwachsenen-Zahn­cremes. Test­ergeb­nisse zu Kinder- und Junior-Zahn­cremes finden Sie in unserem Test Kinderzahnpasta.

Zahnbürsten, Zahnseide, Mund­spülungen. Auf test.de finden Sie auch Tests von elektrischen Zahnbürsten, Zahnseide und Mundspüllösungen.

Der wichtigste Wirk­stoff in der Zahnpasta ist Fluorid

Um Karies vorzubeugen, muss eine Zahn­creme Fluorid enthalten. Alle Details im Beitrag Ist Fluorid giftig? Dort lesen Sie auch, wie sinn­voll der Einsatz von Zink in Zahnpasta ist.

Karies wird durch bakterielle Zahnbeläge, die Plaque, verursacht. Plaque-Bakterien ernähren sich vom Zucker aus unserer Nahrung. Sie bilden Säuren, die Mineralien aus dem Zahn­schmelz lösen und ihn schädigen. Mit fluoridhaltiger Zahnpasta lässt sich dem entgegen­wirken. Die Wirk­samkeit ist klar belegt: Fluorid hilft, der Zahn­oberfläche Mineralien zurück­zugeben. Und es macht die Zähne widerstands­fähiger gegen Säuren – so beugt es Karies vor. Sehr gut geeignet für die Karies­prophylaxe sind vor allem Zahnpasten mit Aminfluorid, Zinn­fluorid und solche mit Natrium­fluorid. Zudem haben Fluoride antimikrobielle Eigenschaften. Sie beugen also nicht nur Karies vor, sondern wirken auch plaque- und entzündungs­hemmend.

Tipp: Sie können die Zahnpasten im Test gezielt nach der Art der Fluorids filtern. Bei Zahnpasten, die ganz bewusst auf Fluorid verzichten, gelingt das natürlich nicht. Solche Pasten bewerten wir mit mangelhaft.

Dreimal mangelhaft im jüngsten Zahnpasta-Test

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Fluoridfrei. Drei Zahnpasten fielen im Test durch – aus Mangel an Belegen für ausreichenden Karies­schutz.

Drei Zahnpasten im aktuellen Test sind mangelhaft – weil sie kein Fluorid enthalten: Logodent Naturweiß und die beiden Universalpasten Alviana Zahn­creme Bio-Kräuter und Karex. Obwohl zahlreiche hoch­wertige Studien die Schutz­wirkung gegen Karies belegen, verzichten die drei mangelhaften Pasten auf Fluorid. Alviana und Logodent setzen auf pflanzliche Substanzen. Deren Schutz­wirkung vor Karies ist nicht ausreichend nachgewiesen. Karex enthält einen Stoff namens Hydroxyl­apatit, der den natürlichen Zahn­schmelz nach­ahmen soll. Uns liegen keine aussagekräftigen klinischen Lang­zeit­studien vor, die zeigen, dass er ähnlich effektiv vor Karies schützt wie Fluorid.

Auch der Abrieb der Zahnpasta ist entscheidend

Ein wichtiger Punkt bei der Wahl der richtigen Zahnpasta ist zudem der sogenannte Abrieb. Während sich Zahnbelag notfalls schon mit Zahnbürste und Wasser entfernen lässt, soll die Zahnpasta auch unschöne Verfärbungen etwa durch Kaffee, Schwarztee oder Ziga­retten beseitigen. Dafür sind Tenside und Putzkörper enthalten. Je nach Menge, Größe, Form und Art der beigemengten Putzkörper haben Zahnpasten einen unterschiedlichen Abrieb. Gesunden Zähnen kann auch ein hoher Abrieb nichts anhaben. Bei freiliegenden Zahnhälsen empfiehlt sich dagegen ein nied­riger Abrieb. Eine Angabe zum Abrieb steht meist nicht auf der Verpackung – deshalb prüfen wir ihn im Labor mit wissenschaftlichen Methoden nach.

Tipp: Die Stiftung Warentest hat den Abrieb aller Produkte bestimmt. Sie können die Zahnpasten im Test gezielt nach dem Abrieb filtern.

Freiliegende Zahnhälse – für viele ein Problem

Zahnpasta Test

Wo die Zahnpasta-Werbung zu viel verspricht

Wer sich regel­mäßig und gründlich die Zähne putzt, beugt Plaque vor. Plaque ist die Grund­lage für Zahn­fleisch­entzündung, Parodontitis, Zahn­stein und auch Karies. Viele Anbieter loben auf der Tube weitere Effekte aus. Sie tun damit so, als enthielten ihre Produkte Spezialstoffe gegen alle möglichen Probleme rund um Zähne und Mund­höhle. Die Tester über­prüfen deshalb die Liste der Inhalts­stoffe. Sie schauen konkret, ob zu den besonderen Werbeaussagen tatsäch­lich spezielle Wirk­stoffe gekenn­zeichnet sind, für die eine unterstützende Wirkung auch wissenschaftlich belegt ist. Die Unter­suchungen der Stiftung Warentest zeigen: Auf den Verpackungen wird oft viel Wirkung versprochen – in den Tuben ist jedoch mitunter wenig drin.

Tipp: Die entsprechenden Informationen finden Sie in den Beschreibungen der einzelnen Zahnpasten in der Test-Datenbank – und in der Rubrik „Werbeaussagen auf der Verpackung“.

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TestZahnpasta15.01.2019
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