Zahnpasta für weiße Zähne Test

Strahlend weiße Zähne – wer möchte die nicht? Deswegen sind Zahnpasten für weiße Zähne zurzeit besonders gefragt. test hat 21 dieser Spezial­zahn­cremes für die tägliche Anwendung untersucht. Ergebnis: Die Werbung für Zahnpasten verspricht viel. Oft zu viel.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Zahnpasta.

Wunder nicht möglich

Zunächst einmal: Wunder darf der Nutzer von den Weiß­macher-Zahn­cremes nicht erwarten. Von Natur aus gelb­liche Zähne machen sie nicht weißer. Im besten Fall wird die ursprüng­liche Naturfarbe wieder etwas aufgefrischt. Zähne können sich auch durch innere Prozesse verfärben, zum Beispiel mit dem Älterwerden oder durch Verletzungen. Gegen diese Verfärbungen sind Zahnpasten macht­los. Hier kann nur noch der Zahn­arzt helfen, manchmal mit speziellen Bleich­mitteln.

Beläge entfernen klappt gut bis sehr gut

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Hartnä­ckige Verfärbungen können die getesteten Weiß­macher-Zahnpasten hingegen mindestens gut, wenn nicht sogar sehr gut entfernen. Die meist bräunlich-schwarzen Beläge werden vor allem durch Pigmente aus Nahrungs- und Genuss­mitteln verursacht, zum Beispiel durch Tee, Rotwein oder Nikotin. Die reinigende Wirkung verdanken die Weiß­macher-Zahnpasten nicht etwa Bleich­mitteln, sondern vor allem den einge­setzten Putzkörpern, in der Fach­sprache Abrasiv­stoffe genannt. Die sollen die Verfärbungen abschmirgeln, ohne Zähne und Zahn­fleisch zu schädigen. Gesundem Zahn­schmelz können die Putzkörper auch nichts anhaben. Schließ­lich ist er die härteste Substanz im menschlichen Körper.

Test an empfindlichen Stellen

Die Tester bestimmten den Abrieb (Abrasivität) aber für das empfindlichere Zahn­bein (Dentin). Normaler­weise ist dieser Bereich unter­halb des Zahn­fleisch­saums vor Kontakt mit Zahnpasta geschützt. Mit zunehmendem Alter oder als Folge von zu aggressivem Putzen kann sich das Zahn­fleisch aber zurück­ziehen. Wenn dann die Zahnhälse freiliegen, sind das Dentin beziehungs­weise das noch weichere Wurzelzement den schmirgelnden Putzkörpern schutz­los ausgeliefert. Dann heißt es Vorsicht bei der Wahl der richtigen Zahnpasta.

Die Besten für gesunde Zähne

Bei gesundem Zahn­schmelz sind auch Zahnpasten mit hohem Abrieb nicht zu aggressiv. Eine sehr gute Reinigung bei hohem Abrieb bietet die Lidl/Dentalux Seiden­weiss Plus Complex 3. Mit 44 Cent pro 100 Milliliter ist sie auch sehr preis­wert. Wer es etwas sanfter mag: Etliche reinigten schon mit mitt­lerem Abrieb sehr gut: blend-a-med Pro Expert Zahn­schmelz­schild, blend-a-med 3 D white, Sensodyne Proschmelz Sanftes Zahn­weiss und Theramed Perfect Anti-Verfärbungs­zahn­creme. Alle beugen der Karies durch Fluorid sehr gut vor.

Die Beste für freiliegende Zahnhälse

Bei defekten Zähnen oder freiliegenden Zahnhälsen empfiehlt sich vor allem die Naturkosmetik-Zahn­creme Vitadent. Sie kostet je 100 Milliliter 2,65 Euro. Sie reinigt gut bei nied­rigem Abrieb und bietet gleich­zeitig eine sehr gute Karies­prophylaxe durch Fluorid.

Kein guter Karies­schutz bei teuersten Zahn­cremes

Fast jede Zahn­creme enthält Fluoride. Sie sind die bedeutendsten Wirk­stoffe in Zahnpasten, beugen Karies vor und können sogar beginnende Schwach­stellen im Schmelz „reparieren“. Eine wichtige Rolle spielen dabei vor allem Konzentration und Art des Fluorids sowie der pH-Wert. Danach haben die Tester die Zahnpasten auch bewertet. Fast alle beugen der Karies durch Fluorid gut oder sogar sehr gut vor. Nur die teuersten Zahn­cremes im Test, Rembrandt Plus Premium Whitening Zahn­creme und Perl­weiss Professional Dental Repair & White sind nicht besser als befriedigend. Rembrandt enthält Natrium­monofluorp­hosphat, das nicht so wirk­sam ist wie Natrium­fluorid. Perl­weiss enthält relativ wenig Fluorid.

Minus­punkte für über­triebene Werbung

Die Werbung für Zahnpasten verspricht oft zu viel. Nicht nur, wenn es um das Weiß der Zähne geht. Die Werbe­texter über­treiben auch dann gern, wenn sie die Wirkungen auf Parodontitis, Plaque oder Gingivitis bejubeln. Häufig tun sie so, als enthielten ihre Zahn­cremes Spezialstoffe gegen alle möglichen Probleme rund um Zähne und Mund­höhle. Das stimmt aber oft nicht. Die Tester bescheinigten besondere Effekte nur, wenn die Wirk­samkeit der einge­setzten Substanzen eindeutig belegt ist. Über­triebene Versprechen führten zu Minus­punkten in der Deklaration.

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