Zahnpasta-Tabletten von Lush Schnelltest

„Sparkle“ und „Breath of God“ von Lush

Eine „orale Revolution“ verspricht die Firma Lush mit ihren Toothy Tabs. Fester Tab oder doch lieber Creme aus der Tube? Der Schnelltest zeigt, ob die Tabs herkömmliche Zahnpasta ersetzen können.

Den Tabs fehlt Fluorid

Eins vorweg: Mit einer guten Zahnpasta können die Toothy Tabs nicht mithalten. Ihnen fehlt das Fluorid. In der Zahnmedizin wird Fluorid als unverzichtbar angesehen, da es vor Karies schützt. Auch praktischer sind die Tabs nicht. Für den Putzerfolg muss weiterhin mit der Zahnbürste Hand angelegt werden. Dafür sind die Tabs einfach anzuwenden: Erst Tab in den Mund, dann zerkauen und mit der nassen Zahnbürste losbürsten, dabei entsteht Schaum. Positiv: Die zerkauten Tabs schäumen mild und nicht zu stark. Negativ: Bei unserem Gutachter blieb nach dem Putzen ein leicht bis unangenehm brennendes Gefühl im Mundraum zurück.

Von esoterisch bis muffig

Die Toothy Tabs gibt es in sieben Geschmacksrichtungen. Die Tester haben sich die Sorten „Breath of God“ mit Sandelholz, Myrrhe und Vanille sowie „Sparkle“ mit sizilianischer Zitrone und schwarzem Pfeffer genauer angeschaut. Lush verspricht auf der Verpackung von „Breath of God“ einen „himmlischen 5-Sterne-Atem“. Den Gutachter erinnerten die kleinen hellbeigen Tabs aber eher an irdische Räucherstäbchen. Den Geschmack von „Sparkle“ beschrieb der Gutachter beim Zerkauen hingegen als etwas muffig. Geschmacksnuancen, die gerade bei der Zahnpflege sehr gewöhnungsbedürftig sind.

Tabs viermal teurer als Zahnpasta

Eine Schachtel Toothy Tabs enthält 40 Tabletten. Die Preise pro Packung variieren je nach Geschmacksrichtung. Einmal Zähneputzen mit den Toothy Tabs kostet dabei ungefähr 12 Cent. Zum Vergleich: Einmal Zähneputzen mit einer Fluorid-Zahnpasta kostet etwa 3 Cent. Die Toothy Tabs sind pro Anwendung also viermal so teuer wie eine herkömmliche Zahncreme.

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