Den Richtigen finden: Jeder siebte Zahnarzt implantiert

Die Zahlen: Jeder Zahnarzt darf Zahnimplantate einsetzen, aber nicht jeder kann es. Allein die Auswahl des richtigen Implantats erfordert Erfahrung. In Deutschland implantieren 15 Prozent der 60 000 Zahnärzte, das ist jeder siebte. Etwa 20 Prozent aller Implantologen setzten 80 Prozent der Implantate.

Die Qualifikation: Die Qualifikationsbezeichnungen sind für Laien nicht leicht zu durchschauen. Je nach Fortbildungsumfang verweist der Zahnarzt zum Beispiel auf

  • den „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie“. Dahinter steckt eine Anerkennung durch die Zahnärztekammer nach mindestens drei Jahren implantologischer Tätigkeit und mindestens 200 gesetzten oder versorgten Implantaten. Der Zahnarzt verfügt über Fortbildungsnachweise.
  • ein „Curriculum Implantologie“. Das ist eine zertifizierte Fortbildung über mehrere Wochenenden.
  • „Facharzt für Oralchirurgie“ nach einer vierjährigen Weiterbildung oder
  • „Master of Science in Oral Implan­tology“ nach einem zweijährigen nebenberuflichen Zusatzstudium.
  • „Master of Implantology“ hat keinen „offiziellen“ Hintergrund.

Die Erfahrung: Ein Zahnarzt, der Implantate setzt, braucht – wie andere Spezialisten auch – ein hohes Maß an Erfahrung und Können. Wer den „Tätigkeitsschwerpunkt Implanto­logie“ führen will, muss eine hohe Anzahl von Fällen und seine Qualifikation nachweisen. Alle fünf Jahre muss der Zahnarzt diese Qualifikation erneut erwerben. Auch der Patient sollte sich vor der Entscheidung für einen Implantologen informieren.

Tipp: Fragen Sie den Zahnarzt ganz direkt nach seiner Ausbildung und danach, wie oft er Implantate setzt. Holen Sie am besten auch eine Zweitmeinung ein und lassen Sie sich von Ihrer Krankenkasse beraten (siehe Adressen).

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