Wenn neuer Zahnersatz so schludrig gemacht wurde, dass ein komplett neuer her muss und ein Mängelgutachten dies bestätigt, dürfen Patienten den Arzt wechseln – so die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts. Doch nun legt sich die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) quer: Sie verweigert einer Hamburgerin den Wechsel, deren neue Kronen trotz mehrerer Nachbehandlungen völlig unbrauchbar sind. Das Sozialgericht Itzehoe gab der Frau Recht: Sie dürfe auf ein besonderes Vertrauensverhältnis zum Arzt pochen (Az. S 1 KR 33/06). „Schließlich geht es um die Gesundheit, nicht um eine Hand­werkerreparatur“, meint Charlotte Henkel von der Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg. Dennoch geht die DAK in die Berufung. Sollte sie Erfolg haben, droht eine Änderung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung.

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