Zerstörte oder fehlende Zähne zu ersetzen, kann teuer werden – gerade für Kassenpatienten. Was sie erstattet bekommen, ist fest­gelegt – und Ärzte veranschlagen oft deutlich mehr, als die Kasse bezahlt. Für unseren Test wandten sich Anfang 2014 drei Patienten mit unterschiedlichen Dental­problemen an Zahn­ärzte und Implantologen und erbaten eine Behand­lungs­empfehlung, die test mit denen von zwei zahnmedizi­nischen Gutachtern verglich. Die Lösungen waren sehr unterschiedlich – auch preislich.

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TestZahn­ersatztest 07/2014
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Test bei Zahn­ärzten in Nord­rhein-West­falen und Polen

Schnelle Termine, gepflegte Praxen, freundliches Personal – und saftige Preise. Wie der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt, ist das nicht ungewöhnlich. Drei Patienten mit verschiedenen Dental­problemen gingen zu Zahn­ärzten und Implantologen in Nord­rhein-West­falen und Polen und sammelten auf diese Weise insgesamt 21 Behand­lungs-Vorschläge, die mit denen zweier zahnmedizi­nischer Gutachter verglichen wurden.

Tipp: Die Expertinnen und Experten der Stiftung Warentest stehen Rede und Antwort im Chat zum Thema Zahnersatz und Zahnzusatzversicherung – am Mitt­woch, den 30. Juli 2014, zwischen 13 und 14 Uhr. Sie können jetzt schon Ihre Fragen stellen.

1 150 bis 3 209 Euro für ein Implantat

Oft waren die Behand­lungs­pläne der Ärzte umfang­reicher, als von den Gutachtern empfohlen, manchmal auch schmaler. Nur im simpelsten Fall, bei einer Frau mit einer einzelnen Zahnlücke, schlugen alle das Gleiche vor: ein Implantat. Bei den Kosten war es mit der Einig­keit dann wieder vorbei: Der güns­tigste Arzt veranschlagte 1 150, der teuerste 3 209 Euro. Auch bei den anderen Testpatienten gab es große Preisspannen. Vergleichs­weise günstig: alle drei Praxen, die über ein Auktions­portal rekrutiert wurden. Das gilt auch für vier der sechs aufgesuchten Praxen in Polen.

Fester Zuschuss zum Zahn­ersatz

Den Groß­teil der Rechnungen im Test hätten die Patienten selbst bezahlen müssen. Für Zahn­ersatz bekommen gesetzlich Versicherte nämlich nur einen Fest­zuschuss. Extra-Geld gibt es bei wenig Einkommen oder regel­mäßiger Vorsorge, nachgewiesen im Bonus­heft. Der reine Fest­zuschuss macht die Hälfte der Durch­schnitts­kosten der sogenannten Regel­versorgung aus. Oft umfasst sie Kronen für stark zerstörte Zähne und Brücken für Lücken. Beide Varianten bestehen aus güns­tigem Nichtedel­metall, im sicht­baren Bereich nach vorn verblendet.

Von zweck­mäßig bis luxuriös

Die Regel­versorgung bietet oft akzeptable Lösungen. Aber viele Patienten wollen mehr, etwa Kronen oder Brücken mit Rundum-Verblendung oder aus Edel­metall beziehungs­weise Voll­keramik. Auch Zahn­ärzte schlagen oft teurere Lösungen vor – teils aus medizi­nischen, teils aus ästhetischen Gründen. Bei Leistungen jenseits der Regel­versorgung dürfen Arzt und Labor mehr abrechnen – zulasten der Patienten. Besonders ins Geld geht die „anders­artige Versorgung“, die der Kassenkatalog in dieser Art gar nicht vorsieht. Paradebei­spiel: Implantate. Die künst­lichen Zahnwurzeln dienen etwa als Pfeiler für Brücken oder Prothesen, aber auch zum Füllen einzelner Zahnlü­cken. Ob Implantate und andere Extras individuell sinn­voll sind, können Patienten schwer über­prüfen. Auch die Vorschläge im Test gingen teils weit über die Regel­versorgung hinaus – mit großen Preisdifferenzen. Wer unnötige Ausgaben vermeiden will, sollte also kritisch nach­fragen und eine Zweitmeinung eines weiteren Zahn­arztes einholen (siehe Tipps). Vor allem zählt natürlich, wie gut die Behand­lung ist. Ein guter Arzt erweckt Vertrauen, nimmt sich Zeit, erklärt Vorschläge genau.

Eine Zusatz­versicherung kann sich lohnen

Wer weiß, dass ihm die Regel­versorgung nicht reicht, kann von einer privaten Zusatz­versicherung profitieren. Dabei gilt es immer zu bedenken: Geringere Ausgaben beim Zahn­arzt werden mit monatlichen Beiträgen erkauft – teils recht hohen. Zudem sind die Leistungen in den ersten Jahren meist begrenzt und können je nach Anbieter stark variieren. Der aktuelle Test von Zahnzusatzversicherungen zeigt: Es gibt viele sehr gute Tarife – auch wer schon eine Zahn­zusatz­versicherung hat, kann oft von einem Wechsel profitieren.

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