Kosten für Zahn­ersatz

Gewusst wie: Zahn­arzt­rechnung prüfen

Kosten für Zahn­ersatz - So zahlen Sie beim Zahn­arzt nicht drauf
Ohne Heil- und Kostenplan läuft nichts. © picture alliance / dpa

Ganz gleich, ob privat oder gesetzlich kranken­versichert – wenn Sie nach einer Zahn­arzt­behand­lung eine Rechnung erhalten, prüfen Sie diese. Wir sagen, worauf Sie achten müssen.

Inhalt

Sie benötigen

Schritt 1

Gleichen Sie zuerst die grund­legenden Angaben mit Ihren Unterlagen ab: Stimmt das Datum der Behand­lung? Sind die behandelten Zähne korrekt aufgeführt? Sind die genannten Behand­lungen tatsäch­lich erfolgt? Auch wenn Sie die medizi­nischen Details vielleicht nicht verstehen, werden Sie sich zum Beispiel erinnern, ob eine Röntgen­aufnahme gemacht wurde oder nicht.

Schritt 2

Vergleichen Sie den Rechnungs­betrag mit dem Heil- und Kostenplan und dem Kosten­vor­anschlag des Dental­labors. Der Rechnungs­betrag darf bis zu 15 Prozent höher sein als veranschlagt, wenn der Zahn­arzt das vorher schriftlich angekündigt hat. Gab es während der Behand­lung unvor­hergesehene Schwierig­keiten, können auch bis zu 20 Prozent Abweichung zulässig sein.

Schritt 3

Nehmen Sie sich jetzt die Steigerungs­sätze für jeden Rechnungs­posten vor. Alles zwischen dem 2,3- und 3,5-fachen Satz muss in der Rechnung begründet sein. Wichtig: Größere Steigerungs­faktoren als 3,5 sind nur dann zulässig, wenn Sie das vorab schriftlich mit dem Zahn­arzt vereinbart haben.

Schritt 4

Haben Sie in der Rechnung etwas entdeckt, das aus Ihrer Sicht nicht stimmt oder das Sie nicht verstehen? Fragen Sie bei Ihrer Zahn­ärztin oder Ihrem Zahn­arzt nach. Manche Miss­verständ­nisse lassen sich leicht klären. Kommen Sie nicht zu einer Einigung, wider­sprechen Sie der Rechnung schriftlich und bitten Sie um Zahlungs­aufschub.

Schritt 5

Haben Sie noch immer Fragen oder kommen Sie bei Ihrem Zahn­arzt nicht weiter, lassen Sie die Rechnung bei einer Patientenberatungsstelle der Landes­zahn­ärztekammer prüfen. Das ist kostenlos. Die Entscheidung der Kammer ist recht­lich nicht verbindlich, der Zahn­arzt dürfte es aber schwer haben, seine Honorar­forderung gegen die Rechts­meinung seiner Berufs­aufsicht einzuklagen. Auch viele gesetzliche und private Kranken­versicherer prüfen in solchen Fällen Zahn­arzt­rechnungen.

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