In sieben Schritten zum richtigen Zahn­ersatz

Schritt 1: Kritisch nach­fragen

Wenn der Zahn­arzt Ihnen zum Zahn­ersatz rät, fragen Sie nach: Warum genau diese Lösung? Geht sie über die Regel­versorgung hinaus – und warum? Welche Materialien sollen zum Einsatz kommen? Wie lange wird der Zahn­ersatz voraus­sicht­lich halten? Ist eine güns­tigere Alternative möglich? Eventuell kommt sogar eine Nicht­behand­lung infrage – besprechen Sie das mit dem Zahn­arzt.

Schritt 2: Heil- und Kostenplan verstehen

Der Zahn­arzt erstellt nun einen Heil- und Kostenplan: ein Formular, oft mit Zusatz­unterlagen. Er sollte zu Ihrer Absprache mit dem Arzt passen. Fragen Sie ihn, ob noch Kosten hinzukommen können – etwa für Knochen­aufbau oder Krone bei Implantaten. Auch als Extra möglich: Funk­tions­diagnostik. Sie ist bei Behand­lung einzelner Zähne oft unnötig.

Schritt 3: Zweiten Zahn­arzt fragen

Gehen Sie im Zweifel zu einem zweiten Zahn­arzt – wenn möglich mit Heil- und Kostenplan, Zusatz­unterlagen, Röntgen­aufnahmen vom ersten Arzt. Zweitmeinungen sind für Kassenpatienten kostenlos. Weitere mögliche Ratgeber: etwa Ihre Krankenkasse, die Verbraucherzentralen, die Unabhängige Patientenberatung. Auch kassenzahn­ärzt­lichen Vereinigungen bieten eine kostenlose Zahnarzt-Zweitmeinung.

Schritt 4: Bewusst entscheiden

Wenn Sie alle Informationen einge­holt haben, treffen Sie bewusst Ihre Entscheidung. Wichtige Punkte: die medizi­nischen Angaben – vor allem zu Nutzen und Risiken –, Ihre ästhetischen Anforderungen und natürlich, was Sie ausgeben möchten. Beachten Sie, dass Zahn­ersatz oft irgend­wann erneuert werden muss. Er hält laut Studien meist mindestens zehn Jahre.

Schritt 5: Kasse prüfen lassen

Haben Sie Ihre Wahl getroffen, reichen Sie den Heil- und Kostenplan bei Ihrer Krankenkasse ein – für den erhöhten Fest­zuschuss mit Bonus­heft. Wer wenig verdient, sollte bei der Kasse nach­fragen, ob und wie er mehr erstattet bekommt. Lassen Sie sich erst behandeln, wenn der bewil­ligte Antrag zurück­geschickt ist. Die Zusage gilt ein halbes Jahr. Nach dem Eingriff erhalten Patienten vom Arzt eine genaue Rechnung, oft schon abzüglich Fest­zuschuss.

Schritt 6: Erfahrenen Behandler wählen

Ein Zahn­arzt Ihres Vertrauens sollte den Zahn­ersatz eingliedern. Besonders viel Geschick erfordern Implantate. Spezialisiert dafür sind oft Oral- oder Kieferchirurgen und Zahn­ärzte mit Zusatz­ausbildung wie „Master of Implantology“. Gehört Ihr Zahn­arzt nicht zu dieser Gruppe, fragen Sie ihn nach einer Empfehlung.

Schritt 7: Zahn­ersatz in Schuss halten

Fragen Sie den Arzt, wie Sie Ihren Zahn­ersatz reinigen. Enorm wichtig: gute Mund­hygiene, alle sechs Monate zur Vorsorge. So halten Kronen und Co länger. Materialschäden in den ersten zwei Jahren muss der verantwort­liche Zahn­arzt kostenlos nachbessern. Bei Streitfällen hilft ein Mängel­gut­achten – Infos etwa bei den Krankenkassen oder den Patientenberatungsstellen der Zahnärztekammern.

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SpecialZahn­ersatz17.04.2018
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