Privat Krankenversicherte haben nicht automatisch einen ­Anspruch darauf, dass ihre ­Versicherung ihnen implantatgestützten Zahnersatz bezahlt. Ist das nicht ausdrücklich in den Vertragsbedingungen vorgesehen, muss der Versicherer die Kosten nicht immer erstatten.

Im Falle einer Patientin urteilte das Landgericht Koblenz, dass die Versicherung nur für medizinisch notwendige Heilbehandlungen aufkommen muss. ­Implantate seien aber medizinisch nicht notwendig – ­Teleskopkronen würden den gleichen Zweck erfüllen. Für ­eine „luxuriöse und gefälligere“ Behandlung auf Wunsch der ­Patientin müsse der Versicherer nicht zahlen (Az. 12 S 33/04).

Tipp: Schauen Sie in Ihren Versicherungsvertrag. In manchen ist implantatgestützter Zahnersatz ausdrücklich enthalten. Steht in den Bedingungen nichts, fragen Sie Ihren Versicherer vor der Behandlung, ob er die Kosten übernimmt.

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