Zahnersatz II

Stichtag 1. Juli: Neue Kosten

28.04.2005
Inhalt

Auch wer keine Füllungen, Kronen oder Brücken braucht, muss ab Mitte des Jahres mehr bezahlen: Ab 1. Juli verlangen die Krankenkassen von allen Versicherten einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 Prozentpunkten. Davon sind 0,4 Prozentpunkte für die Finan­zierung des Zahnersatzes gedacht.

Diese neue Regelung soll die Arbeitgeber entlasten, die sich an diesem Extrabeitrag nicht beteiligen müssen. Damit es die Arbeitnehmer nicht ganz so hart trifft, sind die Krankenkassen aufgefordert, ihren Beitragssatz um 0,9 Prozentpunkte zu senken. Doch die Hälfte der Ersparnis bleibt beim Arbeitgeber. Einige Kassen haben inzwischen Beitragssenkungen an­gekündigt.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer mit 3 000 Euro Bruttomonatseinkommen zahlt bei einer Kasse, deren Beitrag nach Er­höhung und Senkung bei 14 Prozent bleibt, ab 1. Juli 13,50 Euro im Monat mehr als vorher, sein Arbeitgeber dagegen 13,50 Euro weniger.

  • Mehr zum Thema

    Kosten für Zahn­ersatz So zahlen Sie beim Zahn­arzt nicht drauf

    - Krone, Brücke, Implantat: Es ist wichtig, sich über die Kosten für Zahn­ersatz gut zu informieren. Wir sagen, worauf es ankommt – und wie Sie möglichst wenig draufzahlen.

    Zahn­ersatz aus dem Ausland Kasse zahlt nur mit Kostenplan

    - Fehlt der Heil- und Kostenplan, kommt güns­tiger Zahn­ersatz aus Osteuropa für gesetzlich Versicherte am Ende teuer. Das musste eine deutsche Kassenpatientin schmerzhaft...

    Zahn­zusatz­versicherung im Test 91 von 244 Tarifen sind sehr gut

    - Kronen, Inlays, Implantate – welche Zusatz­versicherung zahlt am meisten? Sehr gute Zahn­zusatz­versicherungen über­nehmen den Eigen­anteil auch bei teurem Zahn­ersatz...