Zahnersatz Meldung

Zahnersatz bleibt auch künftig eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen und wird durch einen vom Einkommen abhängigen Beitrag finanziert. Versicherte müssen ab 1. Juli 2005 einen zusätzlichen Beitragssatz von 0,9 Prozent zahlen. Die Arbeitgeber beteiligen sich daran nicht.

Gesetz beschlossen

Diese Änderung der ursprünglich geplanten Neuregelung hat der Bundestag heute mit den Stimmen der rot-grünen Regierungskoalition in einem Gesetz beschlossen. Es soll noch im Lauf dieses Jahres in Kraft treten. Die CDU/CSU-Mehrheit im Bundesrat kann das Gesetz nicht verhindern, sondern könnte sein In-Kraft-Treten allenfalls verzögern.

Ursprünglicher Plan revidiert

Die zunächst vorgesehene Möglichkeit, auf die Zahnersatzleistungen der gesetzlichen Kasse zu verzichten und stattdessen eine private Police abzuschließen, wurde gestrichen. Kunden, die bereits einen solchen Vertrag abgeschlossen haben, haben ein Sonderkündigungsrecht. Streng juristisch ist eine Kündigung aber gar nicht erforderlich: Da die gesetzliche Grundlage entfallen ist, endet der Vertrag automatisch, ohne dass Kosten für den Kunden entstehen.

Vorsicht bei Zusatzversicherungen

Das gilt aber nur für Policen, die die entfallenden Kassenleistungen ersetzen sollten. Sind sie kombiniert mit einer Zusatzversicherung für darüber hinausgehende Leistungen, ist bislang noch nicht eindeutig geklärt, was mit der Zusatzversicherung passiert. Denkbar ist, dass die Versicherungsgesellschaften den Kunden anbieten, ihre Verträge als Zusatzversicherung zur Ergänzung der gesetzlichen Leistungen fortzuführen. Denn die Kassen zahlen nie den vollen Rechnungsbetrag für Kronen, Brücken und Gebisse, sondern – je nachdem wie regelmäßig der Patient in den Jahren davor beim Zahnarzt war - 50 bis 80 Prozent eines festgelegten Pauschalbetrags. Nur wenige private Unternehmen haben überhaupt Policen angeboten, die an die Stelle der gesetzlichen Zahnersatzleistungen treten sollten. Was bei den einzelnen Angeboten zu beachten ist, sagt test.de hier.

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