Zahnbürsten mit Batteriebetrieb Test

Vorwärts, rückwärts und im Kreis: Egal, wie sich die Batteriezahnbürsten im Test beim Putzen bewegten, nur wenige waren so gründlich wie eine Standard-Handzahnbürste. Vorteil der Elektrobürsten: Sie sind bequem. Doch nur fünf von 14 getesteten Modellen putzen gut.

Schwach in Zwischenräumen

Schwachpunkte der Zahnbürsten sind Zahnfleischrand und Zahnzwischenräume. Zahnärzte empfehlen, die Zahnzwischenräume zusätzlich mit Zahnseide zu reinigen. Auch die Handzahnbürste kommt nicht überall hin. Die Stiftung Warentest verglich die Elektrobürsten mit einer Standard-Handzahnbürste der American Dental Association ADA. Ergebnis: Die Handzahnbürste putzte besser als die meisten Batteriezahnbürsten im Test. Nur fünf elektrische Modelle entfernen den Zahnbelag ebenso gut: Dr. Best Brillant, Dr. Best Duo Clean, Lidl Nevadent, Wik Oral Control und Colgate Motion.

Stark im Kommen

Trotzdem liegen Batteriezahnbürsten im Trend. Sie sind bequem: Die Bürste wird einfach an den Zahnreihen entlanggeführt. In kreisenden Bewegungen. Das von Zahnärzten empfohlene Rütteln übernimmt das Gerät. Batteriezahnbürsten sind meist billiger als Elektrobürsten mit Akku. Aktionsware aus dem Supermarkt kostet kaum mehr als eine Handzahnbürste. Beispiel: Nevadent von Lidl. Preis: 5 Euro, test-Qualitätsurteil: gut. Auch die Ersatzbürsten sind bei Lidl besonders billig. Zwei Stück kosten 1,15 Euro. Leider ist das Aktionsangebot derzeit nicht mehr zu haben.

Viel Müll fürs Geld

Die Colgate Motion putzt zwar gut, bringt aber viel Müll: Die Bürsten lassen sich nicht auswechseln. Das Wörtchen Motion ist wörtlich zu nehmen: weg damit. Nach spätestens drei Monaten muss eine neue Batteriezahnbürste her. Urteil: mangelhaft in puncto Haltbarkeit und Umweltbelastung. Gleiches gilt für die AFK RZBE-1, ein Aktionsangebot aus dem Media-Markt. Die Bürstenköpfe sind fest montiert und nicht wechselbar: ganz schön blöd.

Sechs Euro für 100mal putzen

Das vermeintliche Schnäppchen – die AFK kostete nur drei Euro – entpuppte sich im Test als Batteriefresser. Zwei Batterien halten die AFK für nur 65 Minuten in Gang. Das reicht gerade für 32mal Zähneputzen. 100mal Zähneputzen kostet so über sechs Euro. Das ist teuer und belastet die Umwelt. Batteriezahnbürsten sollten sparsam sein. Beispiel: Wik Oral Control. 100mal Zähneputzen kostet hier nur 40 Cent. Der Preis für Batterien und Ersatzbürsten gehört bei den elektrischen Zahnbürsten unbedingt ins Kalkül. Der test-Kompass zeigt die sparsamsten Modelle.

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