Zahnbürsten-Akkus im Dauer­test

Wir haben drei Elektrozahnbürsten mit einge­bautem Akku im Dauer­betriebs­test geprüft. Wir wollten wissen: Hält eine Akkuladung auch nach drei Jahren Lauf­zeit immer noch so lange wie im Neuzustand?

Drei Zahnbürsten exemplarisch im Test

Nur ein paarmal putzen, Akku leer – manche Leser beklagen die schwache Akku­leistung ihrer elektrischen Zahnbürste. Wir haben deshalb drei Akkuzahnbürsten in einen Dauer­betriebs­test geschickt: Zwei rotierende Modelle von Braun – die teure Oral-B Genius 9000 und die güns­tige Oral-B Vitality CrossAction – sowie die teure Philips-Schall­zahnbürste Soni‧care 9300 Diamond Clean Smart.

Zahn­brüsten – drei Jahre künst­lich gealtert

Die Tester simulierten drei Jahre Lauf­zeit. So wollten sie heraus­bekommen, ob die Akkus dann immer noch so gut durch­halten, wie zu Beginn. Zunächst erfassten sie die Akku-Betriebs­dauer im Neuzustand – die Zeit, in der man mit einer Akkuladung die Zähne putzen kann. Dann wurden die Akkus künst­lich gealtert. Dafür luden die Prüfer nach jedem Putzen, das jeweils zwei Minuten dauerte, die Akkus komplett auf. 360 dieser Putz-Lade-Zyklen entsprechen einem halben Jahr Nutzung, wenn sich jemand zweimal täglich zwei Minuten lang die Zähne putzt. Waren 360 Zyklen erreicht, maßen die Prüfer erneut die Betriebs­dauer. Das Prozedere wieder­holten sie so oft, bis simulierte drei Jahre vorbei waren.

Kein Akku knickte im Dauer­betrieb ein

Alle drei Akkus bestanden den Test. Ihre Betriebs­dauer mit einer Ladung verkürzte sich allenfalls um ein paar Minuten. Die Klagen der Leser bestätigten sich für die von uns geprüften Geräte also nicht. Wichtig ist, Akkus zu schonen. Ihnen schaden etwa Temperaturen von mehr als 25 Grad und feuchte Luft im Bad.

Elektrozahnbürsten nicht in den Hausmüll

Elektrische Zahnbürsten haben in der Regel fest einge­baute Akkus, die Nutzer nicht austauschen können. Das bewerten wir als kritisch: Ist der Akku kaputt, fliegt oft die ganze Zahnbürste in den Abfall. In den Hausmüll gehört ein Akku auf keinen Fall. Nutzer sollten die Zahnbürste nach Ge­brauchs­anleitung demontieren, den Akku entnehmen und in speziellen Sammelboxen entsorgen, die in Supermärkten, ­Drogerien, bei Discountern und anderen Händ­lern stehen.

Zahnbürsten mit Batterien eine Alternative?

Bei Batterie-Zahnbürsten ist ein Austausch problemlos möglich. „Doch einmal entladen, muss man sie wegwerfen. Das belastet die Umwelt“, sagt Falk Petrikowski, Akku- und Batterie­experte beim Umwelt­bundes­amt. Nach­haltiger seien Akkus: „Einen Umwelt­vorteil erreicht man bereits nach wenigen Ladungen. Der Vorteil wird umso größer, je länger man das Produkt nutzt.“

Jetzt freischalten

TestElektrische Zahnbürsten20.11.2019
3,00 €
Zugriff auf Testergebnisse für 83 Produkte (inkl. PDF).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 6 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 399 Nutzer finden das hilfreich.