Elektrische Zahnbürsten

Zahnbürsten-Akkus im Dauer­test

Im Jahr 2019 haben wir drei Elektrozahnbürsten mit einge­bautem Akku im Dauer­betriebs­test geprüft. Wir wollten wissen: Hält eine Akkuladung auch nach drei Jahren Lauf­zeit immer noch so lange wie im Neuzustand?

Elektrische Zahnbürsten Testergebnisse für 69 Elektrische Zahnbürsten

Inhalt

Drei Zahnbürsten exemplarisch im Test

Nur ein paarmal putzen, Akku leer – manche Leser beklagen die schwache Akku­leistung ihrer elektrischen Zahnbürste. Wir haben deshalb drei Akkuzahnbürsten in einen Dauer­betriebs­test geschickt: Zwei rotierende Modelle von Braun – die teure Oral-B Genius 9000 und die güns­tige Oral-B Vitality CrossAction – sowie die teure Philips-Schall­zahnbürste Soni‧care 9300 Diamond Clean Smart.

Zahnbürsten – drei Jahre künst­lich gealtert

Die Tester simulierten drei Jahre Lauf­zeit. So wollten sie heraus­bekommen, ob die Akkus dann immer noch so gut durch­halten, wie zu Beginn. Zunächst erfassten sie die Akku-Betriebs­dauer im Neuzustand – die Zeit, in der man mit einer Akkuladung die Zähne putzen kann. Dann wurden die Akkus künst­lich gealtert. Dafür luden die Prüfer nach jedem Putzen, das jeweils zwei Minuten dauerte, die Akkus komplett auf. 360 dieser Putz-Lade-Zyklen entsprechen einem halben Jahr Nutzung, wenn sich jemand zweimal täglich zwei Minuten lang die Zähne putzt. Waren 360 Zyklen erreicht, maßen die Prüfer erneut die Betriebs­dauer. Das Prozedere wieder­holten sie so oft, bis simulierte drei Jahre vorbei waren.

Kein Akku knickte im Dauer­betrieb ein

Alle drei Akkus bestanden den Test. Ihre Betriebs­dauer mit einer Ladung verkürzte sich allenfalls um ein paar Minuten. Die Klagen der Leser bestätigten sich für die von uns geprüften Geräte also nicht. Wichtig ist, Akkus zu schonen. Ihnen schaden etwa Temperaturen von mehr als 25 Grad und feuchte Luft im Bad.

Elektrozahnbürsten nicht in den Hausmüll

Elektrische Zahnbürsten haben in der Regel fest einge­baute Akkus, die Nutzer nicht austauschen können. Das bewerten wir als kritisch: Ist der Akku kaputt, fliegt oft die ganze Zahnbürste in den Abfall. In den Hausmüll gehört ein Akku auf keinen Fall. Nutzer sollten die Zahnbürste nach Ge­brauchs­anleitung demontieren, den Akku entnehmen und in speziellen Sammelboxen entsorgen, die in Supermärkten, ­Drogerien, bei Discountern und anderen Händ­lern stehen.

Zahnbürsten mit Batterien eine Alternative?

Bei Batterie-Zahnbürsten ist ein Austausch problemlos möglich. „Doch einmal entladen, muss man sie wegwerfen. Das belastet die Umwelt“, sagt Falk Petrikowski, Akku- und Batterie­experte beim Umwelt­bundes­amt. Nach­haltiger seien Akkus: „Einen Umwelt­vorteil erreicht man bereits nach wenigen Ladungen. Der Vorteil wird umso größer, je länger man das Produkt nutzt.“

Elektrische Zahnbürsten Testergebnisse für 69 Elektrische Zahnbürsten

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363 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

eulehedwig2022 am 05.05.2022 um 13:02 Uhr
Philips Sonicare 9900 Prestige ungenügend

Nach dem Studium des Handbuches bei Philips https://www.philips.de/c-p/HX9992_12/9900-prestige-leistungsstarke-zahnbuerste-mit-senseiq-technologie/support#XC000019867 wird schnell klar, dass das Gerät, wie viele seiner Mitbewerber, nicht für Familien geeignet ist. Selbst wenn man die Bürstenköpfe austauscht und so die ganze Familie das Gerät nutzen lässt, so weiß das Gerät nichts davon. Dadurch werden alle Daten vermischt. Aus dem Handbuch geht nicht hervor, ob es die Möglichkeit gibt, Profile für jeden Nutzer anzulegen. Was nützt die schönste App, wenn sie nur Datenschrott bekommt? Was nutzt die schönste App, wenn das mobile Endgerät, mit dem die Sonicare gekoppelt ist, nicht im Haus ist? Was ist die Sonicare noch wert, wenn man diesen ganzen App-Schnick-Schnack nicht in der ganzen Familie sondern nur allein nutzen kann? Richtig! Nichts. Ich habe nur noch einen summenden Motor mit Bürste in der Hand, der mich 300,-- EUR kosten soll. Note ungenügend.

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.05.2022 um 11:00 Uhr
Akku Lebensdauer

@Schönwetter-Testleser: Immer wieder berichten uns Leser über Problem mit der Haltbarkeit der Akkus. Daher haben wir uns bereits vor einiger Zeit die Frage gestellt: Hält eine Akkuladung auch nach drei Jahren Laufzeit immer noch so lange wie im Neuzustand? und zwei Braun- und ein Philipsmodell einem möglichst praxisnahen Test unterzogen. Das Ergebnis: Alle drei Akkus bestanden den Test. Ihre Betriebsdauer mit einer Ladung verkürzte sich allenfalls um ein paar Minuten. Die Klagen der Leser bestätigten sich für die von uns geprüften Geräte also nicht. Wichtig ist, Akkus zu schonen. Ihnen schaden etwa Temperaturen von mehr als 25 Grad und feuchte Luft im Bad.

Schönwetter-Testleser am 29.04.2022 um 08:25 Uhr
Verringerung der Reinigungsleistung mit Alter?

Mich beschäftigt gerade eine Frage im Zusammenhang mit dem von mir bereits mehrere Jahre lang genutzten Gerät. Die Aufsatzbürsten wechsle ich natürlich regelmäßig.
Es ist leider so, dass der NiMH-Akku mit zunehmender Lebensdauer öfter geladen werden muss. Damit muss man sich wohl abfinden.
Jedoch ist mir unklar, ob elektrische Zahnbürsten auch nach z. B. 3 oder 5 Jahren Nutzungsdauer noch die ursprüngliche Reinigungsleistung bieten (können). Verringert sich diese eventuell mit der Alterung des Geräts, so dass man auch funktionierende Zahnbürsten nach einer Zeitspanne x ersetzen sollte?

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.03.2022 um 14:38 Uhr
Wie konnte das beim Test nicht auffallen?

@Intimmidator: Die Philips Prestige mag zwar so konzipiert sein, dass nur eine Person sie nutzt. Wenn Sie den elektrischen Handgriff dennoch mit anderen teilen möchten, können Sie die Bürstenköpfe aber in separaten Gefäßen, Bechern oder speziellen Bürstenkopf-Aufstellern lagern. Das ist hygienisch und beugt Verwechslungen vor. Achten Sie dabei nur darauf, dass stets genug Luft an die Bürstenköpfe kommt.

Intimmidator am 16.03.2022 um 10:11 Uhr
Wie konnte das beim Test nicht auffallen?

Wie von meintest4711 bereits geschrieben, ist die Philips Sonicare 9900 Prestige nur von einer Person nutzbar. Das hat mir auch der Kundendienst von Philips schriftlich bestätigt.
Ich hatte ohnehin nicht vor, die App zu nutzen. Es bleibt aber das Problem, dass es keine Möglichkeit gibt, die sündhaft teuren Bürstenköpfe zu kennzeichnen.
Es ist mir unbegreiflich, wie das beim Test nicht auffallen konnte. Das Testergebnis ist für Ihre meisten Leser eine Kaufempfehlung, und dieser Punkt ist mindestens ebenso wichtig wie die übrigen Kriterien. Bitte erklären Sie das mal Ihren geneigten Lesern!