Elektrische Zahnbürsten

Was beim Zähneputzen zählt

Elektrische Zahnbürsten - Gute für weniger als 20 Euro
Vorbild­lich. Wenn die Großen Wert auf gepflegte Zähne legen, machen die Kleinen einfach mit. © Getty Images

Gründlich und bequem die Zähne putzen – mit einer Elektrobürste kann es klappen. Worauf Sie dabei achten sollten und was die Zähne außerdem gesund erhält, lesen Sie hier.

Elektrische Zahnbürsten Testergebnisse für 69 Elektrische Zahnbürsten

Inhalt

Mindestens zwei Minuten Zähne putzen

Auch mit der Elektrobürste müssen Sie morgens und abends gründlich Zähne putzen. Das Minimum sind jeweils zwei Minuten – möglichst gerecht verteilt auf die vier Gebiss­abschnitte. Viele elektrische Zahnbürsten signalisieren, etwa durch kurzes Aussetzen, den Ablauf dieser Fristen.

Nach den Zähnen sollten Sie auch Ihre Bürste sorgfältig reinigen: Spülen Sie Griff und Bürs­ten­aufsatz nach jedem Gebrauch unter fließendem Wasser ab. Danach gut an der Luft trocknen lassen. Wechseln Sie ungefähr alle drei Monate den Bürs­tenkopf.

Video: So putzen Sie richtig Zähne

Putz­technik hängt von Art der Zahnbürste ab

Über­lassen Sie Ihrer elektrischen Zahnbürste die Putz­arbeit. Führen Sie die Bürste nur an den Zähnen entlang. Achten Sie darauf, dass Sie alle Zahn­flächen ansteuern: Vorderseiten, Rück­seiten sowie Kau­flächen.

Die genaue Putz­technik unterscheidet sich je nach Art der elektrischen Zahnbürste. Wie Sie mit den verschiedenen Bürs­tentypen richtig putzen, zeigt unser Video oben.

Wichtig: Der Druck der Bürste darf nicht zu stark sein. Das kann Zahn­fleisch und Zähne schädigen. Wer sich oft dabei ertappt, beim Putzen zu fest auf Zahn und Zahn­fleisch zu drücken, kann über die Anschaffung einer elektrischen Bürste mit Andruck­kontrolle nach­denken. Diese Bürsten sind zum Beispiel mit einer kleinen Leuchte ausgestattet, die aufblinkt, wenn zu stark gedrückt wird.

Elektrische Zahnbürsten - Gute für weniger als 20 Euro
Grafik: So putzen Sie korrekt mit der elektrischen Zahnbürste. © Axel Kock

Mit rundem Bürs­tenkopf. Mit diesen oszillierend-rotierenden Bürsten müssen Sie jeden Zahn einzeln einige Sekunden putzen. Setzen Sie den Bürs­tenkopf parallel zu den Zähnen am Zahn­fleisch­rand auf und führen Sie die Bürste daran entlang. Schwenken Sie den Bürs­tenkopf auch in die Zahn­zwischenräume.

Mit läng­lichem Bürs­tenkopf. Der breitere Kopf von Schall­zahnbürsten erfasst mehrere Zähne auf einmal. Setzen Sie ihn – wie eine Hand­zahnbürste – in einem 45-Grad-Winkel zum Zahn­fleisch auf. Das Bors­tenfeld sollte zur Hälfte darauf liegen. Verbleiben Sie kurz dort, um die Beläge zu lockern. „Fegen“ Sie sie dann von rot nach weiß heraus.

Das gilt für alle Bürsten. Lassen Sie keinen Bereich aus. Setzen Sie die Bürste eventuell hoch­kant auf, um die Innen­seiten vorn gut zu erreichen. Schenken Sie Innen-, Außen- und Kauf­lächen in allen Gebiss­vierteln gleich viel Aufmerk­samkeit.

Zahnpasta mit Fluorid

Benutzen Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta. Die Stiftung Warentest untersucht regel­mäßig Zahnpasten. Gute müssen nicht teuer sein, wie unsere Zahnpasta-Tests zeigen.

Die Daten­bank liefert Bewertungen von 115 Zahn­cremes für Erwachsene: Universal- und Sensitiv-Zahnpasten sowie solche mit Weiß-Auslobung. Sie versprechen Karies­schutz, natürliches Weiß oder die Schonung sensibler Zahnhälse. Test­ergeb­nisse zu Kinder- und Juniorzahn­cremes finden Sie in unserem Test Kinderzahnpasta.

Zahn-Zwischenräume täglich reinigen

Reinigen Sie zusätzlich zum Zähneputzen einmal täglich die Zahn­zwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürst­chen. Das ist wichtig, um Plaque wirkungs­voll zu entfernen und Karies vorzubeugen. Denn so gut Sie auch putzen, Zahnbürsten gelangen nicht in die Zahn­zwischenräume. Das nach­folgende Video zeigt, wie Sie das richtig machen.

Video: Zahnseide richtig einsetzen

Elektrische Zahnbürsten Testergebnisse für 69 Elektrische Zahnbürsten

Zähneputzen auch bei Zahn­fleisch­bluten

Wer Probleme mit Zahn­fleisch­entzündungen hat, sollte sich nicht vom Putzen abhalten lassen – auch wenn es anfäng­lich blutet. Es ist wichtig, die Beläge am Zahn­fleisch­rand gründlich zu entfernen, sonst kann sich die Entzündung noch verschlimmern. Wenn man richtig putzt, sollten die Blutungen nach spätestens einer Woche verschwinden. Ansonsten den Zahn­arzt um Rat fragen.

Wenn Kinder Zähne putzen – Kontrolle ist besser

Eltern sollten die Zähne von kleineren Kindern, die eine elektrische Zahnbürste nutzen, immer nach­putzen – und zwar solange, bis sie die Schreib­schrift flüssig beherr­schen (siehe unser Video im Kinderzahnpasta-Test). Dann erst reicht die Fein­motorik für selbst­ständiges Säubern. Aber auch bei Erwachsenen gilt: Kontrolle ist besser. Gehen Sie zweimal jähr­lich zur Kontroll­unter­suchung beim Zahn­arzt. Zudem empfehlen Zahn­ärzte zusätzlich zur täglichen Zahn­pflege etwa alle sechs Monate eine professionelle Zahnreinigung.

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363 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

eulehedwig2022 am 05.05.2022 um 13:02 Uhr
Philips Sonicare 9900 Prestige ungenügend

Nach dem Studium des Handbuches bei Philips https://www.philips.de/c-p/HX9992_12/9900-prestige-leistungsstarke-zahnbuerste-mit-senseiq-technologie/support#XC000019867 wird schnell klar, dass das Gerät, wie viele seiner Mitbewerber, nicht für Familien geeignet ist. Selbst wenn man die Bürstenköpfe austauscht und so die ganze Familie das Gerät nutzen lässt, so weiß das Gerät nichts davon. Dadurch werden alle Daten vermischt. Aus dem Handbuch geht nicht hervor, ob es die Möglichkeit gibt, Profile für jeden Nutzer anzulegen. Was nützt die schönste App, wenn sie nur Datenschrott bekommt? Was nutzt die schönste App, wenn das mobile Endgerät, mit dem die Sonicare gekoppelt ist, nicht im Haus ist? Was ist die Sonicare noch wert, wenn man diesen ganzen App-Schnick-Schnack nicht in der ganzen Familie sondern nur allein nutzen kann? Richtig! Nichts. Ich habe nur noch einen summenden Motor mit Bürste in der Hand, der mich 300,-- EUR kosten soll. Note ungenügend.

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.05.2022 um 11:00 Uhr
Akku Lebensdauer

@Schönwetter-Testleser: Immer wieder berichten uns Leser über Problem mit der Haltbarkeit der Akkus. Daher haben wir uns bereits vor einiger Zeit die Frage gestellt: Hält eine Akkuladung auch nach drei Jahren Laufzeit immer noch so lange wie im Neuzustand? und zwei Braun- und ein Philipsmodell einem möglichst praxisnahen Test unterzogen. Das Ergebnis: Alle drei Akkus bestanden den Test. Ihre Betriebsdauer mit einer Ladung verkürzte sich allenfalls um ein paar Minuten. Die Klagen der Leser bestätigten sich für die von uns geprüften Geräte also nicht. Wichtig ist, Akkus zu schonen. Ihnen schaden etwa Temperaturen von mehr als 25 Grad und feuchte Luft im Bad.

Schönwetter-Testleser am 29.04.2022 um 08:25 Uhr
Verringerung der Reinigungsleistung mit Alter?

Mich beschäftigt gerade eine Frage im Zusammenhang mit dem von mir bereits mehrere Jahre lang genutzten Gerät. Die Aufsatzbürsten wechsle ich natürlich regelmäßig.
Es ist leider so, dass der NiMH-Akku mit zunehmender Lebensdauer öfter geladen werden muss. Damit muss man sich wohl abfinden.
Jedoch ist mir unklar, ob elektrische Zahnbürsten auch nach z. B. 3 oder 5 Jahren Nutzungsdauer noch die ursprüngliche Reinigungsleistung bieten (können). Verringert sich diese eventuell mit der Alterung des Geräts, so dass man auch funktionierende Zahnbürsten nach einer Zeitspanne x ersetzen sollte?

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.03.2022 um 14:38 Uhr
Wie konnte das beim Test nicht auffallen?

@Intimmidator: Die Philips Prestige mag zwar so konzipiert sein, dass nur eine Person sie nutzt. Wenn Sie den elektrischen Handgriff dennoch mit anderen teilen möchten, können Sie die Bürstenköpfe aber in separaten Gefäßen, Bechern oder speziellen Bürstenkopf-Aufstellern lagern. Das ist hygienisch und beugt Verwechslungen vor. Achten Sie dabei nur darauf, dass stets genug Luft an die Bürstenköpfe kommt.

Intimmidator am 16.03.2022 um 10:11 Uhr
Wie konnte das beim Test nicht auffallen?

Wie von meintest4711 bereits geschrieben, ist die Philips Sonicare 9900 Prestige nur von einer Person nutzbar. Das hat mir auch der Kundendienst von Philips schriftlich bestätigt.
Ich hatte ohnehin nicht vor, die App zu nutzen. Es bleibt aber das Problem, dass es keine Möglichkeit gibt, die sündhaft teuren Bürstenköpfe zu kennzeichnen.
Es ist mir unbegreiflich, wie das beim Test nicht auffallen konnte. Das Testergebnis ist für Ihre meisten Leser eine Kaufempfehlung, und dieser Punkt ist mindestens ebenso wichtig wie die übrigen Kriterien. Bitte erklären Sie das mal Ihren geneigten Lesern!