Zahlungsverkehr Meldung

Miete für die Finca auf Mallorca, Geld für den studierenden Sohn in Lissabon: Überweisungen innerhalb der EU werden einfacher.

Start: Am 28. Januar haben sich die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein zu einem einheitlichen Zahlungsverkehrsraum zusammengeschlossen, der Single Euro Payments Area (Sepa). Bisher waren die nationalen Märkte aufgrund unterschiedlicher technischer und rechtlicher Standards weitgehend abgeschottet. Sepa bringt hier eine Vereinheitlichung. In der Praxis wird sich für den privaten Bankkunden zunächst aber nicht viel ändern.

Sepa-Überweisung: Sie ähnelt der bisherigen EU-Standardüberweisung. Hält der Kunde die Formalien ein, vor allem die internationale Kontonummer (Iban) und die internationale Bankleitzahl (Bic), kostet ein Sepa-Auslandstransfer nicht mehr als ein Inlandsauftrag. Wer für den nichts zahlt, zum Beispiel weil das Konto ohnehin gebührenfrei ist, zahlt auch für Auslandsaufträge in Sepa-Staaten nichts. Auch im Zielland sollen keine Kosten anfallen – es sei denn, der Kunde zahlt ohnehin Entgelte für Inlandszahlungen.

Sepa-Lastschrift: Weil es hier sehr große Unterschiede in den einzelnen Ländern gibt, wird die Sepa-Lastschrift später kommen, vielleicht erst 2009. Deutsche Besonderheiten wie das Widerspruchsrecht sollen bleiben.

Sepa-Kartenzahlung: Die Zahl der Akzeptanzstellen wird ausgebaut. Es soll in allen Teilnehmerländern möglich sein, mit jeder Bankkarte an jedem Geldautomaten abzuheben und an jedem Händlerterminal zu bezahlen.

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