Haftung: Unbegrenzt

Maestro-Karten: Bei Schäden vor der Verlustanzeige sehen einige Geldinstitute eine begrenzte Haftung vor. Sie übernehmen 90 Prozent des Schadens, wenn nur eine leichte Fahrlässigkeit des Kunden vorliegt. Doch bei grober Fahrlässigkeit – und damit argumentieren die Geldhäuser in der Praxis – haftet der Kunde unbegrenzt. Den nach der Verlustanzeige eingetretenen Schaden übernehmen alle Banken.

Kreditkarten: Vor der Verlustanzeige haftet der Kunde mit maximal 50 Euro. Aber: Wenn der Täter mit der richtigen Pin Geld abgehoben hat, soll diese Grenze nicht gelten, meint zumindest das OLG Frankfurt (Az. 19 U 71/03). Schäden nach der Verlustanzeige übernimmt das Kartenunternehmen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1162 Nutzer finden das hilfreich.