Herbert Mann wollte nur seinen Internetanbieter wechseln. Bei der Onlineanmeldung bestätigte er Mannesmann Arcor mit einem Kreuzchen, dass er der Prüfung seiner Zahlungsfähigkeit über die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) oder eine andere Wirtschaftsauskunftei zustimme. Danach wartete er fast fünf Wochen, dann kam eine Absage von Arcor.

Dass man seinen Auftrag nicht bearbeiten könne, liege vielleicht daran, dass "die Auskunft beim zuständigen Prüfinstitut nicht mit dem gewünschten Ergebnis ausgefallen ist". Herbert Mann verstand die Welt nicht mehr. Seit 35 Jahren führte er sein Konto ohne irgendwelche Probleme bei der Kreissparkasse Köln. Auch einen Kredit hatte er ohne Beanstandungen abgezahlt.

Er fragte bei der Schufa in Köln nach. Dort teilte ihm eine Mitarbeiterin mit: "Sie haben bei uns keinen Eintrag!" Da er nicht registriert war, konnte die Schufa auf Anfragen weder seine gute noch eine schlechte Kreditwürdigkeit bestätigen. Einen Ausweg wussten weder die Kreisparkasse noch die Schufa.

Als Herbert Mann erneut bei Arcor anrief, riet ihm ein Mitarbeiter, einfach einen weiteren Antrag zu stellen. Das tat Herr Mann. Daraufhin wurde er wenig später doch noch von Arcor als Kunde akzeptiert.

Dass es über manche Personen keine Daten bei der Schufa gibt, liegt an deren Speicherungsregeln. Girokonten ohne Beanstandungen müssen von den Banken nämlich nicht an die Schufa gemeldet werden. Kredite wiederum sind zwar mitzuteilen. Drei Jahre nach Abzahlung werden diese Einträge aber wieder gelöscht.

Tipp: Wenden Sie sich bei Problemen mit der Schufa an den jeweiligen Vertragspartner. In Kenntnis der für Sie sprechenden Fakten sollte sich eine Lösung finden lassen. Unternehmen können allerdings nicht zum Vertragsschluss gezwungen werden.

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