Private Stiftungen: Klein, aber fein

Im Gegen­satz zu den Begabten­förderungs­werken lohnt sich die Suche nach einem Stipendium einer kleineren Stiftung auch ohne ein heraus­ragendes Abitur. Gerade private Organisationen fördern nach unterschiedlichsten Kriterien.

Unterschiedliche Ziel­gruppen

Entscheidend für eine Aufnahme kann zum Beispiel das Studien­fach sein. Bei anderen, meist schon etwas älteren Stiftungen, ist neben der Bedürftig­keit die Herkunft des Bewerbers von Bedeutung. Im ehemaligen Herzogtum Nassau geborene Studenten fördert der Nassauische Zentral­studienfonds, evangelische Studierende aus Wuppertal sollten ihr Glück bei der Dr. Alfred Springorum-Stiftung versuchen. Auch der Beruf der Eltern kann dabei von Bedeutung sein. So fördert die Regierungs­rat-Paul-Meyer-Stiftung Kinder von Eisenbahnern, die später ebenfalls zur Bahn gehen wollen.

Recht­zeitig informieren

Gerade bei kleineren Stiftungen ist wichtig, sich recht­zeitig zu informieren. Im Gegen­satz zu den großen Begabten­förderwerken stehen mancher­orts pro Jahr nur wenige Stipendien zur Verfügung. Dafür sind die Bewerbungs­verfahren in der Regel auch weit weniger aufwendig.

Koor­dination durch Verbände

Kleine private Stiftungen sind mit der Auswahl der Stipen­diaten personell zuweilen über­fordert. Sie über­lassen das Verfahren daher gern größeren Organisationen oder dem jeweiligen Dach­verband. So koor­diniert der Kölner Gymnasial- und Stiftungs­fonds die Stipendien­vergabe für über 270 Stiftungen in Köln. In anderen Fällen läuft die Kontakt­aufnahme beispiels­weise über den Bundes­verband deutscher Stiftungen oder den Stifter­verband der Wissenschaft. Die Höhe und Dauer der Förderung sind genau wie die Vergabekriterien sehr unterschiedlich.

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