Youtube vs. Gema Meldung

Viele Musik­videos sind in Deutsch­land gesperrt.

Blockiert die Internetplatt­form Youtube in Deutsch­land Musik­videos, darf sie dafür nicht mehr die Verwertungs­gesell­schaft Gema verantwort­lich machen. Das hat das Land­gericht München entschieden (Az. 1 HK O 1401/13, nicht rechts­kräftig). Viele Videos, an denen die Gema Verwertungs­rechte haben könnte, sperrt Youtube prophylaktisch, erweckte allerdings bislang mit Info­tafeln den Eindruck, die Gema habe dies gefordert. Die Gema sieht darin eine Kampagne, mit der Youtube-Besitzer Google Stimmung gegen sie machen will. Die Richter stimmten dieser Ansicht zu und bezeichneten die Sperr­tafeln als unzu­lässige Anschwär­zung und irreführend. Hintergrund: Gema und Youtube konnten sich bislang nicht auf die Zahlung von Lizenz­gebühren einigen. Youtube hat den Inhalt der Tafeln inzwischen leicht angepasst, zieht jedoch in Betracht, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Gesperrt bleiben die Videos vor­erst auf jeden Fall.

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