Yogamatten-Test Gute Matten gibts schon ab 20 Euro

Yogamatten-Test - Gute Matten gibts schon ab 20 Euro
Testsiegerin. Die Grip & Cushion III von Casall ist kunst­stoff­beschichtet. © Konsument

Im Test unserer österrei­chischen Partner triumphieren Yogamatten aus Natur­kautschuk über reine Kunst­stoff­matten. Beide Produkt­gruppen enthielten teil­weise Schad­stoffe.

Yogamatte hilft beim Entspannen

Die uralte indische Philosophie des Yoga verbindet die Bewegung des Körpers mit Entspannung durch Atem­übungen, um eine Harmonie von Körper und Geist herzu­stellen. In der Tradition wird Yoga ohne Hilfs­mittel praktiziert, mitt­lerweile gibt es viele unterstützende Produkte, wie Blöcke, Rollen oder Ringe. Für die meisten Yogis wohl das wichtigste Hilfs­mittel ist die Yogamatte.

Tipp: Wie es im Alltag gelingen kann, eine gute Balance zwischen Bean­spruchung und Erholung zu finden, zeigt unser Ratgeber Gelassen leben.

Die Hälfte der Yogamatten im Test ist gut

Unsere österrei­chische Part­nerzeit­schrift Konsument hat federführend in einem interna­tionalen Gemein­schafts­test Yogamatten getestet. Zwischen 15 und 115 Euro kosten sie. Von den 16 Test­produkten aus Kunststoff oder Natur­kautschuk sind alle Guten auch bei uns erhältlich. Und das sind nicht wenige, acht Matten über­zeugten – vor allem die etwas teureren ab 80 Euro.

Matten aus Natur­kautschuk liegen vorn

Die Testsiegerin Grip & Cushion III von Casall punktete mit Halt­barkeit, Rutsch­festig­keit, zudem über­zeugte sie im Praxis­test. Mit einem Kauf­preis von 100 Euro ist sie eine der teuersten Matten. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Matten für etwa 80 Euro: Harmony von Jade Joga und Ever­yday von B Mat gibt es für etwas unter 80 Euro. Die drei Besten sind aus Natur­kautschuk, wobei der Testsieger auch einen Kunststoff­anteil enthält. Das Modell Asana von Bodhi ist ganz aus Kunststoff, kostet aber nur 20 Euro – und ist damit die güns­tigste gute Matte.

Einige Matten enthielten Schad­stoffe

In den Kunst­stoff­matten Manduka PROlite, Kurma Grip Lite und der Energetics-Matte von Inter­sport fanden sich Schad­stoffe aus der Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, darunter auch Naph­thalin. Der Stoff steht in Verdacht, krebs­erzeugend zu sein. Keine der Matten über­schritt Grenz­werte aber die anderen Hersteller zeigen, dass es auch ohne Schad­stoffe geht. Die belasteten Matten bewerteten die Experten mit weniger zufrieden­stellend. Auch in drei Modellen aus Kautschuk wies Konsument unerwünschte Stoffe nach. Bei den güns­tigen Matten um die 20 Euro haperte es mit den Dämpfungs­eigenschaften, auf Dauer kann das die Gelenke schädigen.

Produkte für verschiedene Bedürf­nisse

Eine gewisse Rutsch­festig­keit sollte immer gegeben sein und guter Halt ist wichtig, vor allem wenn Sie Ihre Übungen gerne lang­sam ausführen und lange halten wollen. Für Yogis, die eher schnelle, fließende Durch­gänge machen und daher eine etwas weniger rutsch­feste Matte möchten, kann die viert­platzierte Position von Casall eine Option sein. Die Matte aus Kunststoff ist mit 50 Euro auch etwas güns­tiger als die besser Platzierten.

Tipps für Yogis

Bedacht­sam kaufen.
Wer unter einer Allergie leidet, sollte sich gut über­legen, ob er eine Kautschuk­matte kauft. Bestand­teile der Latexmilch können Allergien auslösen.
Acht­sam reinigen.
Waschen Sie Natur­kautschuk­matten nur von Hand. Kunst­stoff­matten können meist in die Wasch­maschine, lesen Sie aber vorher die Hinweise auf der Verpackung oder im Beipack­zettel.

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