Yacht-Unfall Meldung

Die Kaskoversicherung für eine Motoryacht zahlt bei einem ­Unfall den entstandenen Schaden am Boot nur dann, wenn der Schiffsführer einen gültigen Führerschein für das jeweilige Gewässer hat. Im Fall eines Schiffseigners, der mit ­seiner Yacht und nur einem Bodensee-Schifferpatent in den kroatischen Küstengewässern unterwegs war, muss sie nicht eintreten, entschied das Landgericht München (Az. 25 O 17184/03).

Die Yacht war in Küstennähe mit einem Hindernis unter Wasser kollidiert, es entstand ein Schaden von 160 000 Euro. Die Versicherung zahlte nicht, ­obwohl der Schiffseigner erklärte, zur Zeit des Unfalls habe sein Cousin, der den notwendigen Führerschein besitze, die Yacht gesteuert. Das Gericht entschied jedoch, der Eigner habe als ­Kapitän weiterhin den Kurs ­bestimmt und die Verant­wortung für das Boot getragen. Damit sei er Schiffsführer ohne gültigen Führerschein gewesen.

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