Seit Ende September können die größten US-amerikanischen Aktien auch über das elektronische Xetra-System in Euro gehandelt werden. Das neue Segment läuft unter der Bezeichnung "Xetra US Stars". Erfasst werden neben den 30 Dow-Jones-Titeln auch alle Aktien aus den wichtigsten Indizes S&P 100, Nasdaq 100 sowie Global Titans 50, wobei viele Werte in mehreren dieser Indizes vertreten sind. Insgesamt geht es um fast 200 US-Aktien.

Zwar können schon bisher all diese Aktien auch in Deutschland ge- und verkauft werden ­ zum Beispiel an den Börsen in Berlin und Frankfurt ­, aber oft sind die Umsätze dort so gering, dass man lange auf seine Papiere warten muss oder sie nicht zum gewünschten Kurs bekommt. Das soll beim Xetra-Handel anders werden. Die amerikanischen Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley wollen genügend Umsätze für eine faire Kursbildung gewährleisten.

Tipps: Privatanleger sollten Ihrer Bank Aufträge an Xetra auf keinen Fall ohne Limit geben. Sonst besteht die Gefahr, dass die Papiere nicht zum gewünschten Kurs ge- oder verkauft werden. Unlimitierte Orders haben oft teure Teilausführungen zur Folge.

Am besten, man handelt US-Aktien erst, wenn um 15.30 Uhr (MEZ) die amerikanischen Börsen ihre Geschäfte aufnehmen. Anleger können sich dann an den dortigen Preisen orientieren. Auch ein Blick ins Orderbuch von Xetra hilft weiter.

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