Richten die Wurzeln eines Straßenbaums auf einem Privatgrund­stück Schaden an, haftet die Stadt als Eigentümerin des Baums. Das hat das Land­gericht Berlin entschieden (Az. 28 O 224/17). In dem Fall ging es um einen Straßenbaum im Eigentum des Landes Berlin. Die Wurzeln eines Straßenbaums hatten das Regen­wasser-Abfluss­rohr einer Haus­eigentümerin verstopft. Für die Beseitigung des Schadens verlangte sie von Berlin rund 8 500 Euro. Das Land­gericht sprach ihr diese Summe zu.

Das Land hatte sich auf das Berliner Straßengesetz berufen, wonach Privatleute „Einwirkungen von Pflan­zungen im Bereich des Straßenkörpers“ hinnehmen müssen. Das sah das Gericht jedoch anders. Die Vorschrift bezwecke, dass Einwirkungen wie Laub oder Schatten hinzunehmen seien, aber nicht, dass auch Schäden durch Straßenbäume akzeptiert werden müssten.

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