Aus diesen Grundölen bestehen die Würzöle im Test: Raps- und Olivenöl sind am gesündesten

Rapsöl. Egal, ob raffiniert oder kalt gepresst – die Fettsäuren sind hier ideal verteilt. Rapsöl hat nur 7 Prozent ungünstige gesättigte Fettsäuren, dafür etwa 60 Prozent vorteilhafte, einfach ungesättigte Ölsäure. Mustergültig ist das Verhältnis der essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren: ein hoher Gehalt an Alpha-Linolensäure, die Herz und Hirn schützt, bei einem mäßigen Gehalt an Linol­säure. Im Übermaß hemmt Linolsäure nämlich die Wirkungen der Alpha-Linolensäure und senkt das gute HDL-Cholesterin. Rapsöl wird aus Rapssaat gepresst oder extrahiert. Raffiniert ist es hellgelb mit neutralem Aroma, kalt gepresst ist es bernsteingelb mit saatig-nussigem Aroma. Rapsöl eignet sich für die warme und kalte Küche.

Olivenöl. Feinschmecker lieben es, im deutschen Handel rangiert natives Olivenöl extra auf Platz drei ­– nach Sonnenblumen- und Pflanzenöl. Herkunft, Reife und Verarbeitung der Oliven bestimmen den Geschmack – würzig bis fruchtig, mild bis herb, bitter oder scharf. Kulinarisch vielfältiger und fast so gesund wie Rapsöl. Besonders vorteilhaft ist der hohe Gehalt an Ölsäure. Gut für Salate und warme Gerichte.

Pflanzenöl. Dahinter verbergen sich pflanzliche Öle – sortenrein, gemischt oder nach Verfügbarkeit am Markt.

Sonnenblumenöl. Das populärste Öl in Deutschland wird aus Sonnenblumensamen gewonnen. Meist steht es raffiniert im Regal – hellgelb, mit neutralem Geschmack. Die Zusammensetzung der Fettsäuren ist nicht so optimal wie beim Rapsöl: Der Linolsäureanteil ist hoch, aber der Gehalt an Alpha-Linolensäure niedrig. Das Öl passt in die kalte und warme Küche.

Sojaöl. Das Öl aus Sojabohnen eignet sich für alle Speisen und Zubereitungen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen in ihm reichlich vor, doch ihr Verhältnis reicht nicht an Rapsöl heran. Sojaöl steckt hierzulande meist raffiniert in vielen Fertigprodukten.

Distelöl. Vor Jahren lag Distelöl bei Ernährungsmedizinern vorn, da es reich an Vitamin E ist und den höchsten Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, vor allem Linolsäure, hat. Heute hält man die Zusammensetzung des Distelöls nicht für optimal. Kalt gepresst schmeckt es nussig, es verträgt keine Hitze und oxidiert leicht. Es stammt aus Samen der Färberdistel.

Traubenkernöl. Es wird aus getrockneten Weintraubenkernen hergestellt und eignet sich wegen der Fettsäuren nicht als Allroundöl. Es oxidiert leicht, gehört in die kalte Küche. Kaltgepresst schmeckt es leicht nussig und würzig.

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