Wohnungsvermittlung Meldung

Wer eine Wohnung sucht, kann böse Überraschungen erleben ­ und teure. Windige Abzocker nutzen die Notlage: Je enger der Wohnungsmarkt, desto eher hoffen Bewerber auch bei fragwürdigen Angeboten auf einen Treffer, auch im Internet: Über den Anbieter "D&G Verwaltung" mit Sitz auf Gran Canaria liefen Beschwerden ein: Gegen 50 Mark Vorkasse bekamen Interessenten veraltete Listen mit Wohnungen, die teils schon vermietet waren. Der Portalbetreiber "Immoscout 24" kündigte daher den Vertrag.

Ähnlich die "Mieterdatei24". Sie nimmt von Wohnungssuchenden 90 Mark und verspricht courtagefreie Wohnungen. Doch unseren Finanztest-Kollegen, die als Vermieter drei sehr attraktive Angebote machten, wurde nur in einem Fall ein Wohnungssuchender vermittelt.

Häufig sind auch 0190-Rufnummern. Da werden Schnäppchen in der Zeitung inseriert. Wer die Nummer wählt, gerät an einen Anrufbeantworter, der eine 0190-er Nummer nennt. Für 3,63 Mark pro Minute gibt es dort keine Wohnung, sondern nur banale Infos.

Selbst wenn man die Traumwohnung bei einer Besichtigung sofort bekommt, ist Vorsicht angesagt. Betrüger verlangen auf der Stelle Kaution und Maklerprovision in bar. Sobald der Interessent auf dem Heimweg ist, wird der Nächste in derselben Wohnung abgezockt, die auf diese Weise mehrere Dutzend Mal vermakelt wird.

Tipp: All diese Tricks basieren darauf, dass man Vorkasse leistet. Zahlen Sie nie, bevor nicht der Mietvertrag unterschrieben ist. Zahlen Sie nie bar.

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